Aachen: Viele Angebote beim Campus Festival

Rund um das RWTH-Hauptgebäude : Turmbau, Musik und jede Menge Informationen

Beim ersten Campus Festival rund um das Hauptgebäude der RWTH Aachen stellen Studentinnen und Studenten am Donnerstag ihre Fachschaften vor. Sie wollen die Bandbreite des ehrenamtlichen Engagements an der Hochschule zeigen.

Der Turm wächst und wächst. Damit er nicht zusammenbricht, braucht es laut Jessica Mundt, Bauingenieur-Studentin, eine ruhige Hand, Konzentration und vielleicht auch eine gute Portion Entschlossenheit. Das Team, das gerade an dem Turm aus Holzquadern baut, scheint all das mitzubringen. Zwei junge Frauen und ein junger Mann ziehen jeweils ganz vorsichtig einen Holzblock aus dem Turm heraus, um ihn dann ganz oben wieder abzulegen. „Jenga“ heißt dieses Spiel, das sonst eher im kleinen Format auf dem Tisch gespielt wird. Die Bauingenieure der RWTH haben die große Variante mitgebracht, um den Besuchern des Campus Festivals ein spannendes Angebot zu machen. Ausgestattet mit orangefarbenen Sicherheitswesten und Schutzhelm machen sich die Teams an den Turmbau – und haben sichtlich Spaß dabei.

Rund um das Hauptgebäude der RWTH am Templergraben stellten Studenten beim ersten Campus Festival an einer Vielzahl von Ständen ihre jeweilige Fachschaft vor. Ein buntes Angebot, das sich vor allem auch an die Aachener Bevölkerung richtete. Denn die sollte laut Fachschaften sehen, was hinter den Türen der Uni so vor sich geht. Neben den Studentenvertretungen der RWTH und der FH war auch die studentische Verein „bonding“ an der Organisation des Festivals ganz wesentlich beteiligt. „Bonding stellt den Kontakt zwischen Firmen und Studenten her“, erläutert Maschinenbau-Student Alexander Vorndran. Das größte Event in diesem Zusammenhang ist die Messe auf dem Bendplatz, zu der auch in diesem Jahr wieder rund 20.000 Studenten und über 400 Firmen erwartet werden. „Und all das organisieren die Studenten auf ehrenamtlicher Basis“, sagt Vorndran.

Genau dieses Ehrenamt wolle man heute vorstellen und neue Mitglieder für den Verein gewinnen, erzählt er weiter. Eine schnittiger Sportwagen dreht derweil auf einer großen Carrera-Bahn seine Runden. Wer mag, darf gerne auch mal selbst fahren. Als absoluter Hingucker hat sich die Bahn laut Vorndran in der Vergangenheit bereits bestens bewährt, und auch heute soll sie neugierige Besucher an den Stand locken. Schon am frühen Nachmittag sind viele Leute unterwegs, um über das Festival zu schlendern. Und während bei den Bauingenieuren noch immer eifrig an dem Turm gebaut wird, beginnt auf der Bühne schräg gegenüber die Band „Sin fronteras“ mit dem Soundcheck. Latino, Rock, Reggae und Ska ist die Musik, die nun in der nächsten Stunde zu hören sein wird. Insgesamt ist für acht Stunden Bühnenprogramm gesorgt, und als Headliner des Festivals ist der Berliner Rapper NKSN angekündigt.

Gute Musik und ein Bierchen dazu: Das ist der Teil des Festivals, auf den sich die Bauingenieur-Studentin Jessica Mundt am meisten freut. Die Stimmung ist bei bestem Wetter überall entspannt, und viele Studenten haben es sich in zweiter Reihe auf Liegestühlen bequem gemacht. Das Hochschulradio ist mit jeder Menge Technik gekommen und präsentiert gerade elektronische Musik. „Auf Sendung sind wir damit aber nicht“, sagt Justus Stein, Leiter der Musikredaktion. Er will heute mit seinen Kollegen auf das Hochschulradio aufmerksam machen, das neben Musik eben auch viele politische und wissenschaftliche Sendungen zu bieten habe: Und zwar auf der Frequenz 99,1.

Auch Studenten aus anderen Ländern präsentierten sich beim Campus Festival: Chinesen, Malaysier, Iraner und viele mehr. Und die Techniker Krankenkasse ließ die Besucher für ein gesundes Getränk strampeln. Auf dem „Smoothie-Bike“ konnten sie ihren eigenen Gemüsesaft mixen. Auch das kam sehr gut an. Ansonsten lassen sich mit dem entsprechend präparierten Bike beispielsweise auch Handys oder Laptops laden. Die selbst gemixten Smoothies jedenfalls sorgten bei den Studenten für gute Stimmung. Überhaupt war das erste Campus Festival geprägt von guter Laune und einem bunten Strauß an Angeboten. Und der Musik kam dabei ganz eindeutig ein ganz besonderer Stellenwert zu.