Aachen: Vapour Eyes heimst bei Bandcontest im Pinu'u Preise ein

Bandcontest : Erst rocken sie das Pinu’u, dann das Tonstudio

Mit der eigenen Musik begeistern, Konzerte geben, berühmt werden – fünf Bands sind am vergangenen Samstag ihrem Traum vom erfolgreichen Musikerleben ein Stückchen nähergekommen.

Zum 13. Mal rief das Jugendkulturcafé Pinu’u an der Buchkremerstraße, das vom Medien- und Kulturzentrum Philipp-Neri-Haus (PNH) betrieben wird, Nachwuchsbands aus der Euregio dazu auf, ihre Musik vor großem Publikum zu präsentieren.

Indie-Rock, Hip-Hop, Jazz-Funk, Soul – für jeden Geschmack der knapp 300 Besucher war etwas dabei. Ausgelassen und fröhlich wippten diese im Takt mit, als die erste Gruppe Vapour Eyes aus Belgien mit Selbstbewusstsein und rockigen Tönen den Abend eröffnete. Top-Act und außer Konkurrenz an diesem Abend: die Allesgönner & The Tasty Jams, die dabei sind, die Erfolgsleiter weiter zu erklimmen.

Dass der Wettbewerb jedes Jahr aufs Neue so gut ankommt, ist nicht nur dem Können der Bands geschuldet. Es ist vor allem die professionelle Umsetzung, die kommerzieller Angebote in Nichts nachzustehen scheint. Carsten Brehm, Leiter des PNH, ist stolz auf seine 15 ehrenamtlichen Mitarbeiter, die den Bandcontest erst in dieser Qualität möglich machten. Viele der ehemaligen Unterstützer seien sogar mittlerweile als Tontechniker oder Veranstaltungsmanager tätig und würden dem PNH immer noch beratend zur Seite stehen.

„Das Engagement geht dabei nahtlos weiter“, stellt Ludger Gerdes, Leiter des Pinu’u, heraus. „Nach dem Bandcontest ist schließlich vor dem Bandcontest.“ Gemeinsam wird evaluiert, erneuert, verbessert.

Ab ins Tonstudio

Am Abend des Bandcontests musste erst einmal eine sechsköpfige Jury aus Musikkennern die jeweils 20-minütigen Auftritte der Bands evaluieren – „aber eigentlich geht hier jeder als Gewinner heraus“, betont Gerdes, und er meint damit nicht nur die wertvolle Bühnenerfahrung. Am Ende der Vorstellungen warten zahlreiche Preise auf die Nachwuchskünstler: Die Vapour Eyes dürfen im Tonstudio aufnehmen und erhalten eine Wildcard für ein Konzert in den Niederlanden.

Die Alternative-Rock-Back Indicolite aus den Niederlanden darf sich über drei Auftritte, darunter auch im Aachener Domkeller und Musikbunker, freuen. Außerdem teilt sie sich den Förderpreis der Spardabank in Höhe von 300 Euro mit Jai Dor. Die Band aus Aachen, die Jazz-Funk mit Soul vereint, räumte neben einer Wildcard in den Niederlanden auch den begehrten Publikumspreis ab. Auch die Bands Kittle und Working Class, beide aus Aachen, können weiteren Auftritten entgegen fiebern.