Aachen: Tag des offenen Denkmals am 8. September

Mitmachaktion : Jetzt Teil des Programms werden

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lautet das diesjährige Motto am Tag des offenen Denkmals, der am 8. September stattfindet.

„In jedem Stil- und Epochenwechsel steckt etwas Neues, Revolutionäres, Fortschrittliches – und etwas Modernes! Nicht nur in der ‚Moderne‘ selbst, die gerade mit dem 100 Jahre alten Bauhaus ein Jubiläum erlebt, fanden Umbrüche statt. Das Moderne findet sich zu jeder Zeit in jeder Denkmalgattung, von der Antike bis heute, von historischen Bauten über Parkanlagen bis zu archäologischen Stätten“, sagt Monika Krücken, Leiterin der städtischen Denkmalpflege in Aachen.

Umbrüche zeigen sich in vielfacher Art und Weise: Als klassische Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Beispiel an der ehemaligen Schirmfabrik Brauer, dem heutigen Ludwig Forum. Umbrüche können aber auch im Frankenberger Viertel an den verschiedenen Epochen innerhalb des Historismus als Fassadenentwürfe der Neoromanik, Neogotik, Neorenaissance etc. gezeigt werden. Tiefgreifende Veränderungen und Umbrüche von Gesellschaft und Politik spiegeln sich in der Architektur und Kunst wider.

Themen wären hier zum Beispiel der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg, sozialer Wohnungsbau, Demographischer Wandel oder Globalisierung und Internationaler Stil. Und auch neue Materialien und Techniken schaffen neue Möglichkeiten und können mit den Themen Glas, Stahl, Beton, Freitragende Deckenkonstruktionen oder Verkehr und Transport beleuchtet werden. Welche Umbrüche entstehen durch neue Nutzungen im Denkmal? Und welche Veränderungen bringen neue Bautypologien hervor, wie zum Beispiel Rathäuser, Bahnhöfe oder Befestigungsanlagen?

„Willkommen sind auch ungewöhnliche und experimentelle Formate oder ein Beitrag, der sich an eine spezielle Zielgruppe – wie zum Beispiel Kinder – wendet. Ich freue mich sehr darauf, mit Ihnen gemeinsam an den Erfolg des letzten Jahres anzuknüpfen, nun das neue Thema ‚Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur‘ in Aachen zu betrachten und viele Menschen damit zu begeistern“, sagt Monika Krücken. Wer Interesse hat, Teil des Programms in Aachen zu werden, meldet sich bitte bis zum 31. Mai 2019 an bei Björn Schötten/Kommunikation für Architektur und Kultur (Telefon 0241/40071866, E-Mail: denkmal@synthese-web.de). Folgende Angaben werden benötigt: Was findet statt (Führung, Ausstellung, Planspiel oder anderes)? Wo (Treffpunkt, welches Denkmal)? Wann (Uhrzeit)? Wer (Veranstalter, Verein)?

Um den Beitrag entsprechend darstellen zu können, werden Fotos oder Dokumente benötigt, die gerne auch assoziativ sein dürfen, sowie einen kurzen Text. Falls Sie als Veranstalter eine Voranmeldung wünschen, werden außerdem eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse benötigt, unter der sich Teilnehmende anmelden können.

Interessierte können sich zusätzlich direkt bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unter www.tag-des-offenen-denkmals.de anmelden. Dann bittet die Stadt Aachen darum, auf jeden Fall auch Björn Schötten über die Aktivität zu informieren. So kann gewährleistet werden, dass die Teilnehmer im lokalen Programmheft für die Stadt Aachen, das in Papierform und im Internet erscheint, aufgenommen werden.

(red)
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