Aachen: Stadt weitet Nutzerkreis für Anwohnerparken aus

Frankenberger Viertel : Anwohnerparken ab sofort für mehr Nutzer möglich

Zunächst für ein Jahr können auch Azubis und pflegende Angehörige in den Zonen V und Z ihr Blech abstellen. Die Stadt startet in den Bewohnerparkzonen „V“ und „Z“ im Frankenberger Viertel einen Pilotversuch.

In beiden Zonen sollen ab sofort weitere Benutzergruppen Bewohnerparkausweise beantragen können. Der Versuch ist zunächst auf ein Jahr befristet. In dieser Zeit können auch Studierende, Auszubildende und Leute, die einen Menschen pflegen, der in der Bewohnerparkzone wohnt, einen entsprechenden Ausweis beantragen. Nach einem Jahr wird die Verwaltung prüfen, ob die Regelung dauerhaft eingeführt werden kann. Damit weitet die Stadt den bisherigen Nutzerkreis aus, allerdings zunächst begrenzt auf die Bewohnerzone „V“ und „Z“. Überdies müssen die neuen Antragssteller bestimmte Bedingungen erfüllen.

So müssen Studierende an einer Hoch- oder Fachhochschule – auch außerhalb Aachens – immatrikuliert sein und auf ein Fahrzeug zurückgreifen können, das ihnen nicht nur vorübergehend von Familienangehörigen zur Verfügung gestellt wird. Wer eine Ausbildung absolviert, muss eine Jahreskarte für den öffentlichen Bus- und Bahnverkehr im Abonnement nachweisen. Auch Auszubildende erhalten den Bewohnerparkausweis nur für Fahrzeuge, die sie dauerhaft nutzen.

Ferner erhalten Familienangehörige oder andere nahestehende Personen eine Ausnahmegenehmigung, wenn sie eine pflegebedürftige Person in deren eigener Wohnung betreuen. Hier muss die pflegebedürftige Person den Wohnsitz  in den Zonen „V“ und „Z“ haben.

Pflegende zahlen weniger

Studierende und Auszubildende zahlen 30 Euro für den Bewohnerparkausweis. Für pflegende Angehörige oder andere nahestehende Personen gelten etwas andere Kostensätze. Bei einer Pflege bis drei Monaten ist eine Gebühr von zehn Euro zu zahlen, bei bis zu sechs Monaten werden 20 Euro fällig. Dauert die Pflege mehr als ein halbes Jahr, kostet die Ausnahmegenehmigung 30 Euro.

Bislang konnten in den Parkzonen „V“ und „Z“ nur Bewohner mit Hauptwohnsitz einen entsprechenden Ausweis beantragen. Dazu gehörten erstens die, auf die das Auto zugelassen ist, und zweitens solche, die ein Firmenfahrzeug dauerhaft dienstlich und privat nutzen und dies auch gegenüber dem Finanzamt angeben. Drittens gehörten Studierende der Aachener Hoch- oder Fachhochschule dazu, die das Fahrzeug dauerhaft von den Eltern zur Verfügung gestellt bekommen. Und viertens konnten Leute den Ausweis erhalten, die ein Carsharing-Fahrzeug nutzen und die Mitgliedschaft bei einem entsprechenden Anbieter nachweisen können.

Grundsätzlich erhält jeder Berechtigte nur einen Bewohnerparkausweis für ein Fahrzeug. Der Ausweis ist ein Jahr gültig. Die Ausweise können online bestellt und ausgedruckt werden. Die pflegenden Angehörigen oder anderen nahestehenden Personen können den Antrag auch in der Verkehrsbehörde der Stadt Aachen im Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße 20, in Raum 404 stellen.

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