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Aachen: Sieben Aufführungen an sieben Spielorten

Konzertreihe : Ludwig „fun“ Beethoven kommt zu großen Ehren

Die ganze Welt feiert Beethoven – Wir auch“, sagt der Aachener Kulturbetrieb mit Unterstützung des klassischen Pianisten Sebastian Knauer. Gemeinsam haben sie zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens im kommenden Jahr eine Konzertreihe organisiert, die insgesamt sieben Konzerte an sieben Spielstätten bietet.

Neben Sebastian Knauer werden weltweit gefeierte Künstler wie Klaus Maria Brandauer, Daniel Hope, Albrecht Mayer, Simone Kermes und viele andere auf der Bühne stehen. Und vom Krönungssaal, über die Nadelfabrik, den Ballsaal im alten Kurhaus sowie die Aula Carolina bis hin zu Citykirche und Ludwig-Forum sollen die unterschiedlichen Spielorte Gelegenheit bieten, Aachen ganz neu kennenzulernen. Auch Kerkrade sitzt bei diesem Konzertreigen mit im Boot und ergänzt grenzüberschreitend das musikalische Programm.

Laut Knauer bieten die Konzerte in ihrer Gesamtheit einen „tollen Überblick“ über Beethovens Werk. „Da bleibt kein Wunsch offen“, sagte er, als das Festival jetzt öffentlich vorgestellt wurde. Wichtig sei vor allem auch, dass das Publikum den selben Spaß habe wie die Künstler auf der Bühne. „Die Künstler freuen sich, wenn sie angesprochen werden“, betonte er zudem. Los geht es am 23. April des kommenden Jahres um 20 Uhr im Krönungssaal mit einem „gigantischen Auftakt“, wie die Veranstalter meinen. Unterstützt von Sebastian Knauer am Klavier erzählt Klaus Maria Brandauer die spannende Geschichte von Wagners abenteuerlicher Reise von Leipzig zu seinem Idol Beethoven nach Wien (Rezitation).

An den folgenden vier Tagen geht es dann Schlag auf Schlag weiter. Am 24. April 2020 steht im Theater Kerkrade ein Klavierkonzert mit Joseph Moog (Klavier) und dem Beethovenorchester Bonn auf dem Programm, am 25. April 2020 spielt um 16 Uhr das Schumann Quartett in der Citykirche, und abends um 20 Uhr laden Jan Vogler (Cello) und Martin Stadtfeld (Klavier) unter anderem zu verschiedenen Sonaten ein.

Am 26. April 2020 gibt es gleich drei Veranstaltungen. Beim Kinderkonzert in der Nadelfabrik sollen um 14 Uhr gerade die Jüngsten auf ihre Kosten kommen. Hier zahlen nur Erwachsene Eintritt, die Kinder nicht. Laut Kulturdezernentin Susanne Schwier soll das vor allem auch Familien die Möglichkeit geben, mit großartigen Künstlern wie Daniel Hope (Violine) und Sebastian Knauer (Klavier) Beethovens Musik zu erleben.

Um 16 Uhr bietet das Duo David Finckel (Cello) und Wu Han (Klavier) neben einer Reihe von Sonaten auch 12 Variationen über ''Ein Mädchen oder Weibchen'' aus ''Die Zauberflöte'', op 66. Um 20 Uhr startet dann in der Aula Carolina die große Abschlussgala. Mit dabei sind Simone Kermes (Sopran), Daniel Hope (Violine), Albrecht Mayer (Oboe) und Sebastian Knauer (Klavier).

Dass der Spaßfaktor eine entscheidende Rolle spielt bei diesem viertägigen Festival, ist schon an der kleinen Wortspielerei im Titel ersichtlich: „Ludwig fun Beethoven“. Und laut Sebastian Knauer geht es genau darum: Die Zuhörer sollen Spaß haben an den Konzerten. Er selbst ist zwar in erster Linie Pianist, hatte aber nach eigenen Worten schon als Kind große Freude daran, Dinge zu organisieren. „Für einen Musiker bin ich erstaunlich gut strukturiert“, sagt er mit einem Schmunzeln. Und da er auf seinen Konzertreisen weltweit unterwegs ist, hat er entsprechend viele Kontakte, die ihm nach eigenen Angaben bei der Organisation solcher Festivals zugute kommen. Denn viele der eingeladenen Musiker kenne er persönlich.

Der Kartenvorverkauf zu „Ludwig fun Beethoven“ hat bereits begonnen. Karten gibt es zu unterschiedlichen Preisen an den bekannten Vorverkaufsstellen. Das Programm gibt es als Flyer und online auf www.ludwigfunbeethoven.de

(mas)