Aachen: SEK-Einsatz im Wald

Mann verschanzt sich : SEK-Einsatz im Aachener Wald

Bei einem SEK-Einsatz in einem Waldstück in Aachen ist am Sonntagabend ein Polizist verletzt worden. Ein 38-jähriger Mann hatte sich in einer Holzhütte verschanzt und die anrückenden Polizeibeamten angegriffen.

Der Vorfall in dem Waldstück an der Lintertstraße ereignete sich um kurz vor 20 Uhr.

Vorausgegangen war ein Streit zwischen dem 38-Jährigen und seiner Partnerin, nach dem sich der Mann in einer Waldhütte in der Nähe des alten Schießstandes verschanzt hatte. Die Frau rief die Polizei. „Sie hatte sich Sorgen gemacht“, sagte Andreas Müller von der Pressestelle der Polizei auf Anfrage. Als die Beamten vor Ort eintrafen, fanden sie den Mann in dem Holzverschlag, in den er sich zurückgezogen hatte.

Beim Versuch, den 38-Jährigen anzusprechen, wurden die Beamten aus dem Innern heraus mit einem noch unbekannten Gegenstand angegriffen. Eine Glasscheibe ging dabei zu Bruch, durch die Splitter wurde der Polizist verletzt.

Spezialkräfte der Polizei konnten den Mann schließlich überwältigen und festnehmen. Foto: dmp press (Ralf Roeger)/Ralf Roeger

Da laut Polizei nicht gleich klar war, ob der Mann Waffen bei sich hatte und wie sich die Situation entwickeln würde, riefen die Beamten Verstärkung in Form eines Spezialeinsatzkommandos. „Die Kollegen haben den Verschlag dann umstellt und auf das SEK gewartet“, so Müller. Die Spezialkräfte konnten den Mann schließlich überwältigen und festnehmen, der Einsatz endete damit relativ glimpflich. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat dauern derzeit noch an.

Den 38-Jährigen, der inzwischen wieder auf freiem Fuß ist, erwartet nun eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. „Darauf stehen drei Monate bis fünf Jahre“, sagte Müller. Der Täter war zuvor noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Der verletzte Polizist wurde in ein Krankenhaus gebracht, das er später wieder verlassen konnte.

(lwe/pol)
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