Aachen: Quartiersfest an St. Elisabeth

Am Westpark wird gefeiert : Beim Quartiersfest soll es hoch hergehen

„Das Leben im Altenheim kann auch lustig sein“, sagt Peter Rode, Leiter des Altenheims St. Elisabeth, und verweist dabei insbesondere auf das anstehende Quartiersfest. Am kommenden Freitag, 30. August, geht es ab 17 Uhr wieder hoch her rund um die Einrichtung am Westpark, und eingeladen sind neben den Bewohnern auch wieder alle Nachbarn, Angehörige oder wer sonst noch so Lust hat mitzufeiern.

AACHEN Auf der großen Bühne im Garten sollen Don‘t Stop ab 19.30 Uhr für Stimmung sorgen, und am Rondell im Eingangsbereich wird das Easy Jazz Trio ganz entspannt aufspielen. Rode verspricht sich von diesem Tag vor allem auch einen regen Austausch zwischen Heimbewohnern und Nachbarn. Denn nichts sei effektiver, um Vorteile gegen Altenheime abzubauen, als sich eines aus der Nähe anzusehen, meint er.

Die Bewohner jedenfalls genießen das Quartiersfest jedes Jahr aufs Neue. Und laut Rode gehören sie zunehmend der „Generation Mick Jagger“ an, was so viel heißt wie: „Sie rocken gern.“ Darüber hinaus betont er aber auch den verbindenden Charakter des Fests. Gemeinsam mit der Stadt Aachen arbeitet das St. Elisabeth mit dem „Quartier 55 Plus“ seit zwei Jahren an einem Quartiersmanagement, das sich für ältere Menschen einsetzt, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben in ihrem gewohnten Umfeld zu ermöglichen.

Quartiersmanagerin Marion Bergk baut seit zwei Jahren eine entsprechende Infrastruktur im Viertel auf. Und mit den ersten Ergebnissen ist sie mehr als zufrieden. Offensichtlich ist das Interesse an den Angeboten des eigens eingerichteten Büros „Quartier 55 Plus am Westpark“ nach wie vor sehr groß. Ein Team von freiwilligen Helfern sorgt dafür, dass Leben ins Viertel kommt. Und Angebote wie das tägliche „Taiji & Qigong“ oder das regelmäßige Singen im Westpark werden inzwischen gleichermaßen von jungen und alten Menschen genutzt. „Und gerade diese Mischung macht den Erfolg aus“, meint Marion Bergk. Ihr Resümee nach zweijährigen Einsatz fällt positiv aus. Und auch wenn noch nicht klar ist, wie es nach der insgesamt dreijährigen Projektzeit weitergeht, ist Rode davon überzeugt, dass es weitergeht, und zwar mit Marion Bergk.

Ihr Anliegen wird es also auch weiterhin sein, das Quartier rund um den Westpark so zu gestalten, dass das Leben dort insbesondere auch für ältere Menschen attraktiv ist. Eine ganz große Herausforderung sei dabei, an diejenigen heranzukommen, die allein in ihren Wohnungen säßen und – aus welchen Gründen auch immer – kaum noch vor die Tür kämen, meinen Rode und Bergk einvernehmlich. Mit dem bisher Erreichten sind sie sehr zufrieden. Auf der Internetseite www.unser-quartier.de/55plus-am-westpark wird das Projekt mit seinen aktuellen Angeboten vorgestellt.

Auch diesen Internetauftritt will das Team eigenverantwortlich pflegen, und gemeinsam mit einem 77-jährigen Ehrenamtler hat Marion Bergk einen Workshop besucht, um zu lernen, wie das geht. Das Quartiersfest am Freitag wird sicher für alle ausgiebig Gelegenheit bieten, ins Gespräch zu kommen. Und dass ein solches Fest überhaupt möglich ist, sei vor allem auch den Zulieferern des Altenheims St. Elisabeth zu danken, sagt Rode. Die nämlich sorgen für ein kostenloses Catering. Nur die Getränke müssen die Gäste mit jeweils einem Euro bezahlen, Wasser kostet 50 Cent.

Kontakt zum Quartiersmanagement: Quartier 55 Plus am Westpark, Welkenrather Straße 69-71, Telefon: 0241/87918888 und 0160/1217660.

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