Aachen: „Aachen Olé“: Die Riesen-Party mit DJ Ötzi, Jürgen Drews und Brings

Aachen: „Aachen Olé“: Die Riesen-Party mit DJ Ötzi, Jürgen Drews und Brings

Aus allen Richtungen strömen sie zum CHIO-Gelände. Tausende sind früh aufgestanden und aus Aachen, der Eifel, Belgien und den Niederlanden angereist — zur größten Sommerparty der Euregio. Zum zweiten Mal lockte „Aachen Olé“ die Feierfreunde aus nah und fern in die Soers.

Aachen. Aus allen Richtungen strömen sie zum CHIO-Gelände. Tausende sind früh aufgestanden und aus Aachen, der Eifel, Belgien und den Niederlanden angereist — zur größten Sommerparty der Euregio. Zum zweiten Mal lockt „Aachen Olé“ die Feierfreunde aus nah und fern in die Soers. Es ist ein Ansturm, mit dem selbst die Veranstalter nicht gerechnet hatten. 60.000 Feierwütige sind — nach Veranstalterangaben — an diesem Samstag auf den Beinen, vorab waren 27.000 Tickets verkauft worden. Das passende Wetter hat dann wohl noch weitere Massen mobilisiert.

Schon um halb elf haben sich Ramona Etschenberg, ihr Mann und ihre Freunde angestellt, um ganz vorne mit dabei zu sein. Pünktlich um 12 Uhr öffnen sich die Tore und gemeinsam mit all den anderen Pärchen, Freunden und Familien laufen sie voller Vorfreude auf diesen Sommertag auf das Gelände. Sie gehen zur Bühne, genießen die Sonne oder machen es sich auf ihren Picknickdecken auf der Wiese bequem. Veranstalter Markus Krampe ist überwältigt: „Das ist die größte Olé-Party aller Zeiten!“ Sie alle sind gekommen, um DJ Ötzi, Jürgen Drews, die „Hermes House Band“ und viele mehr zu sehen. Der Besucherrekord liege bestimmt auch an dem super Gelände. Nur wenige „Locations“ hätten so viel Charme und so eine klasse Infrastruktur, findet Krampe.

Außerdem komme das Feiervolk nicht nur wegen der Künstler, sondern wegen des ganz besonderen Olé-Feelings: „Sonne, gute Laune und Bier — hier ist einfach alles super“, strahlt Nadine Helmer. Sie und ihre Freundinnen haben mittendrin gestanden in der tanzenden Masse. Jetzt gönnen sie sich eine kleine Pause im Schatten. Eine Gruppe Mädels läuft an ihnen vorbei. In Baströcken und Hawaiiketten feiern sie den Junggesellinnenabschied ihrer Freundin. Das sei schließlich mal was anderes, als durch die Pontstraße zu ziehen. So eine Chance müsse man einfach ergreifen.

Auch Nadine und Daria bahnen sich ihren Weg durch die feiernde Menschenmenge. Mit pinken Warnwesten und Polizeikappen lassen sie die Leute „pusten“ und verteilen Promilleknöllchen. 2,9 Promille — das sei der bisherige Rekord. „Da ist man dann schon geschockt“, meint Daria. Doch trotz des steigendem Alkoholpegels — das Bier geht hektoliterweise über die Tresen — einiger Gäste, seien die meisten super nett.

Einfach die Stimmung genießen und zusammen einen schönen Tag verbringen — das will auch Marc Möller. „Ballermann“ ist nicht sein Ding, aber bei dem schönen Wetter die Atmosphäre zu genießen, zu tanzen und das ein oder andere Bier zu trinken, das finden er und seine Freunde spitze.

Man liegt sich in den Armen

Inzwischen tanzt und schunkelt die Menge vor der Bühne weiter. Zu Mickie Krauses Hit „Nur noch Schuhe an“ ziehen Hunderte ihre Schuhe aus und schwenken sie durch die Luft. Ein Fan hat sich das „Bierpause“-Schild vom Getränkestand geschnappt und winkt damit seinen Stars. Etwas abseits hält sich ein Pärchen im Arm und schaut sich tief in die Augen, als Brings singt „Man müsste nochmal 20 sein“. Auch Robert Wittkämper ist angetan von der Kölner Band. Er sagt: „Brings haben mir am besten gefallen, weil die live gespielt haben mit einer kompletten Band auf der Bühne.“ Zusammen mit seiner Frau und Tochter genießt er die Festivalatmosphäre.

Schlagerstar Michael Wendler kann sein Glück indes kaum fassen. Als die Olé-Party-Touren begannen, habe man sie ausgelacht. So viele Leute seien der Meinung gewesen, Schlager sei tot. Und jetzt? Der Erfolg ist riesig. Auf der Olé-Sause tanzen 16-Jährige neben 60-Jährigen. Sie liegen sich in den Armen und singen die Texte ihrer Idole mit.

Als sich der lange Festivaltag langsam dem Höhepunkt nähert, hat auch Markus Krampe ein bisschen mehr Zeit und Muße, der Musik zu lauschen. Seine liebsten Olé-Momente, sagt er, sind so ab 20 Uhr, „wenn nicht mehr viel passieren kann“. Jetzt kann er entspannen, das große Finale mit Andreas Gabalier genießen. Auf ihn hat er sich schon den ganzen Tag gefreut. Natürlich ist schon klar, dass nach einem solchen Krachererfolg die Fortsetzung bereits geplant ist.

Am 23. August 2014 sollen Zehntausende in der Aachener Soers wieder „Aachen Oléeeeeeeee“ rufen.