Aachen: Neuer Bücherschrank auf dem Neumarkt im Frankenberger Viertel

Aachen: Bücherschrank rundet den „neuen“ Neumarkt ab

Der Weihnachtsbaum ist da. Und die Lichterkette hängt auch schon. Pünktlich zur Vorweihnachtszeit ist der Umbau des Neumarktes offiziell abgeschlossen.

Dass es schließlich bis kurz vor Weihnachten gedauert hat, ist der Tatsache zuzuschreiben, dass die alten Sitzbänke nicht wie vorgesehen überarbeitet und wieder aufgestellt werden konnten, sondern neue Sitzmöbel in Auftrag gegeben werden mussten. „Die Sanierungsarbeiten waren unumgänglich und wir wussten, dass wir kritisch begleitet würden bei den Arbeiten, aber die bisherige Resonanz zeigt, dass wir vieles richtig gemacht haben“, blickte Elfie Buchkremer vom städtischen Fachbereich Umwelt auf die vergangenen Monate zurück.

Von Beginn der Planung an hatte man sich bei der Stadt die intensive Zusammenarbeit mit den Anwohnern auf die Fahnen geschrieben, was bereits bei den Vorgesprächen mit den Bürgern wohlwollend zur Kenntnis genommen worden sei. „Natürlich kann man es nicht allen Recht machen, einige Anwohner äußern sich auch jetzt noch immer kritisch“, weiß Buchkremer. Doch die Frequentierung der Spielgeräte und der Rollschuhbahn zeige, dass sich die meisten Menschen wieder wohl fühlten auf „ihrem“ Neumarkt.

Das gilt ganz speziell auch für Katharina Knipprath. Sie war eine der ersten aktiven Bürgerinnen, die sich bei der Stadt meldeten, als erstmals vom Umbau des Platzes die Rede war. Wie einige andere Anwohner auch schlug sie das Aufstellen eines Bücherschrankes vor, wie er in anderen Stadtteilen bereits seit längerem zu finden ist und übernahm gleich die Patenschaft für die Pflege der Vitrine.

Immerhin 9000 Euro kostete das gute Stück, aber bei der Stadt mochte man nicht auf günstigere Angebote anderer Anbieter eingehen, man wollte die Erfahrung der Firma mit den Leseschränken nutzen. Nun steht er also wie eine rote englische Telefonzelle am Rande des Platzes.

(ps)
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