Aachen: Medienroute zeigte Praxisbeispiele zum digitalen Lernen

Medienroute 2019 : Gute Beispiele sollen Schule machen

Am Mittwoch, 9. Oktober, findet in der Städteregion Aachen und im Kreis Heinsberg die zweite Medienroute statt. Mehr als 30 Schulen aller Schulformen zeigen an Praxisbeispielen, wie sie digitale Medien im Unterricht einsetzen. Lehrerinnen und Lehrer, aber auch alle Interessierten können sich für die Präsentationen anmelden.

Programmieren für Grundschüler, Musikunterricht mit iPads, digitale Präsentationstechniken in der Klasse: Das und noch mehr können sich Lehrerinnen und Lehrer am Mittwoch, 9. Oktober, an Schulen in der Städteregion Aachen und im Kreis Heinsberg an praktischen Beispielen anschauen. Die Medienroute, die 2018 mit großem Erfolg gestartet war, geht in die zweite Runde. Und nicht nur die Fachleute aus den Schulen, sondern alle Interessierten sind willkommen.

Mehr als 50 Workshops und Präsentationen zum Umgang mit Medien und zur Digitalisierung im Schulalltag werden geboten. Vertreten sind neben mehr als 30 Schulen auch das Aachener Stadtarchiv und das Euregionale Medienzentrum in Aachen. Vorbereitet wird die Medienroute 2019 vom Kompetenzteam der Städteregion und des Kreises Heinsberg in Zusammenarbeit mit den Medienzentren in Aachen und Heinsberg. Das Kompetenzteam kümmere sich um alle Aspekte der Lehrerfortbildung, erläuterte Schulrätin Petra von Jakubowski, die Leiterin des Kompetenzteams, als sie jetzt gemeinsam mit Martina Fleuth (Co-Leitung Kompetenzteam Städteregion) und Stefan Huppertz (Co-Leitung Kompetenzteam Kreis Heinsberg) das Programm vorstellte.

Wie das große Thema Digitalisierung im Unterricht umzusetzen ist, das beschäftigt Schulen und Schulträger seit Jahren. In NRW beginnt gerade die Umsetzung des Digitalpakts, mit dem Bund und Länder die Schulen besser mit digitaler Technik versorgen wollen. Die Stadt Aachen zum Beispiel erhält aus diesem Topf rund 8,7 Millionen Euro für die digitale Infrastruktur in städtischen Schulen. 20 Aachener Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft bekommen zusammen noch einmal rund 4,8 Millionen Euro.

Neben der Ausstattung mit leistungsstarken Internetverbindungen und Präsentationstechnik wünschen sich die Schulen aber auch praxistaugliche Beispiele, die zeigen, wie die digitalen Medien sinnvoll fürs Lehren und Lernen genutzt werden können. Am 9. Oktober können sich Interessierte erneut einen Überblick verschaffen, was andere schon ausprobiert haben und welche Ideen an der eigenen Schule auch zu umzusetzen wären. „Vieles lässt sich mit einfachen Mitteln machen“, ist Petra von Jakubowski überzeugt. „Gerade in den Grundschulen ist die Bereitschaft sehr groß, sich mit diesen Themen zu beschäftigen“, erlebt Stefan Huppertz immer wieder.

„Alle Schulformen, von der Grundschule bis zum Berufskolleg, sind bei der Medienroute mit Angeboten beteiligt“, erläutert Martina Fleuth, selbst Lehrerin am Aachener Berufskolleg Lothringerstraße. An der Aachener Grundschule Driescher Hof erstellen Schüler zu den Schulregeln kleine Stop-Motion-Filme auf dem iPad. Die Lindenschule in Aachen, Primarförderschule der Städteregion mit dem Schwerpunkt Sprache, unterstützt Schüler mit Sprachentwicklungsverzögerungen mit digitalen Medien. In der Realschule im Kubiz in Alsdorf produzieren die Schüler im Musikunterricht eigene Songs mit dem iPad. Und am Gymnasium Hückelhoven geht es um selbstgesteuertes Lernen mit digitalen Hilfsmitteln. Und das sind nur einige Beispiele für Präsentationen im Rahmen der Medienroute.

Vor Ort kann man sich die verschiedenen Ansätze anschauen und erklären lassen. Die Reaktionen auf die Medienroute 2018 seien sehr positiv gewesen, berichtet Petra von Jakubowski. Deshalb wird nun nachgelegt – auch in der Hoffnung, dass sich Lehrkräfte und Schulen untereinander vernetzen und gegenseitig helfen beim großen Thema Digitalisierung.

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