Aachen: "Ladies in Black" vor dem Start

Heimspielpremiere der „Ladies in Black“ : Auch das „Team Volley“ ist topfit

Sportlich haben die „Ladies in Black“, Aachens Volleyballerinnen des PTSV, mit einem Auswärtssieg in Erfurt einen tollen Start hingelegt. Dem soll am Samstag ab 18 Uhr in der Halle Neuköllner Straße der erste Heimsieg gegen die Roten Raben Vilsbiburg folgen.

Für den passenden organisatorischen Rahmen sorgt auch in der neuen Saison das „Team Volley“ mit seinem unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz.

Im übertragenen Sinne kann man sagen: Es ist alles angerichtet beziehungsweise programmiert, schließlich ist Matthias Schweißinger Produktentwickler im Gastronomiebereich, und Stefan Schnitzler ist Systemadministrator. Aber die kulinarischen und digitalen Kenntnisse der beiden sind weniger gefragt, wenn am Samstagabend das erste Heimspiel der „Ladies in Black“ angepfiffen wird. Dann geht es um Organisation, Koordination und auch schon mal um handfestes Anpacken. Schweißinger und Schnitzler haben ganz besondere Aufgaben im „Team Volley“, das seit vielen Jahren unverzichtbare ehrenamtliche Dienste leistet, um die unbestrittenen Spaßabende in der Halle zu garantieren.

Stefan Schnitzler ist seit kurzem Heimspielkoordinator. Ein Job, den er von Guido Rick übernommen hat. Der hat seinen Nachfolger eingearbeitet und so einen Bruch vermieden. „Ich war als Mitarbeiter im ‚Team Volley’ sowieso seit zwei Jahren mit von der Partie – jetzt muss ich eben noch ein bisschen mehr laufen“, sagt der IT-Experte. Bei Heimspielen beginnt der Tag morgens um acht Uhr mit dem Öffnen der Halle und endet, wenn der Letzte die Halle verlassen hat. Dazwischen: alles aufschließen, um ein letztes Training zu ermöglichen, Begrüßen der Gästeteams, Begrüßen der Schiedsrichter, koordinieren, Fragen beantworten und notfalls auch mal handwerkeln. „Einmal mussten wir das Netz nachspannen, was wir auch getan haben – bis es einen Knall gab und im Pfostengestänge etwas gebrochen war“, erzählt Schnitzler. Gemeinsam mit Olaf Lindner, der gefühlt schon immer die Ladies im „Team Volley“ und als Trommler unterstützt, habe er dann Hammer und Zange ausgepackt und alles repariert: „Seither firmieren wir auch als Vollpfostenmechaniker.“

Ein funktionierendes Team bildet Lindner auch mit Matthias Schweißinger. Als Doppelspitze kümmern sie sich um die organisatorische Seite des Teams hinter der Mannschaft. Aufgaben müssen verteilt und beobachtet werden. Wobei stets Bedarf an Verstärkung ist. Von den 43 Mitgliedern des „Team Volley“ steht weniger als die Hälfte für den operativen Spielbetrieb zur Verfügung. „Uns täten neue Mitglieder im Alter um die 30 Jahre sehr gut“, hofft Ladies-Geschäftsführer Dieter Ostlender auf Zuwachs. Natürlich sei das Engagement in diesem Team mit Arbeit verbunden. „Viel mehr zählen aber der Teamgeist, die gemeinsame Teilhabe an einem tollen Stück Aachen und die unvergleichliche Atmosphäre in der Halle“, zählt Ostlender nur einige Punkte auf (für Interessenten: kontakt@team-volley.de und info@ladies-in-black-aachen.de).

Genau der letzte Aspekt hat auch Stefan Schnitzler und Matthias Schweißinger vom ersten Spiel weg für das Gesamterlebnis Frauenvolleyball in Aachen begeistert. Die Stimmung in der Halle, der Spaß, der Generationen und soziale Schichten übergreift, und der friedliche Charakter der Spiele sehen alle als ein Aachener Alleinstellungsmerkmal, das bundesweit Sympathiepunkte einbringt.

Die neue Saison bringt im Übrigen eine wirkliche Neuerung für die Zuschauer. Der Testlauf mit begrenzten fest nummerierten Sitzplätzen hat sich laut Lindner bewährt, das heißt den Besuch für Zuschauer stressfreier gemacht, ohne der Stimmung vor dem Spiel einen Abbruch zu tun. Deshalb sind die Sitzplätze sowohl bei Dauer- als auch Tageskarten fest nummeriert (www.ladies-in-black.de/tickets-location). Tickets gibt es auch in dieser Saison im Medienhaus Aachen an der Dresdener Straße und im Elisenbrunnen. Man darf also sicher sein, dass sich der Besuch des Spiels am Samstag nicht erst ab 18 Uhr lohnt.

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