Aachen: Karlsfest im Audimax der RWTH

Karlsfest : Vielfalt, Tradition und ein kleines bisschen Wehmut

Schüler, Lehrer und Eltern feiern erneut das Karlsfest im Audimax der RWTH Aachen. Ein Fest mit langer Geschichte, ein Fest mit vielen Höhepunkten.

„Vielfalt unterwegs“ – So lautete das Motto am Samstag beim diesjährigen Karlsfest, jedes Jahr ausgerichtet und ermöglicht von engagierten Schülern, Lehrern und Eltern des Aachener Kaiser-Karls-Gymnasiums. Ob Musikstücke jeglicher Art, schauspielerische Darbietungen oder Informationen rund um den Schüleraustausch nach Spanien, Frankreich und in die Niederlande – die rund 1000 Besucher im Großen Saal des Audimax der RWTH Aachen bekamen auch dieses Mal ein vielfältiges Bühnenprogramm zu sehen.

„Das Karlsfest hat seine Ursprünge in der Kaiserzeit und findet nun schätzungsweise schon seit 70 bis 80 Jahren statt, selbst ich konnte in meiner Kindheit jedes Jahr die Leistungen der Schülerinnen und Schüler unserer Schule im Audimax bewundern“, weist Schulleiter Jürgen Bertram auf die lange Tradition der Veranstaltung hin und unterstreicht gleichzeitig das breit gefächerte Angebot am Kaiser-Karls-Gymnasium, das gleichzeitig eine naturwissenschaftlich gut ausgestattete Mint-EC-Schule ist: „Wir sind eine vielfältige Schule, jeder kann an diesem Tag mitwirken, ob als Organisator, Mitwirkender auf der Bühne oder Zuschauer.“

Ein bisschen Wehmut

Hauptbestandteil sind neben künstlerischen, musikalischen und kulturellen Höhepunkten von Schülern aller Altersklassen – so wurde der Tag mit dem Spielen der Aachener Stadthymne eröffnet – auch zahlreiche Ehrungen wie etwa der Europapreis oder die Buchpreise der Vereinigung der ehemaligen Schülerinnen und Schüler. „Unsere Veranstaltung ist eine hervorragende Gelegenheit, Leute zur Geltung kommen zu lassen“, erklärt Bertram. Wie etwa Leah Baerens – Mitglied des diesjährigen Abiturjahrgangs.

Sie führte das Publikum nicht nur als Moderatorin durch den Nachmittag, sondern erhielt außerdem zahlreiche Auszeichnungen für schulische, aber auch außerschulische und kreative Leistungen. „Man setzt sich auch außerhalb des Schulalltags viel für seine Interessen ein und es ist schön zu sehen, dafür Anerkennung zu bekommen“, freut sich Baerens, die unter anderem für ihr Mitwirken an naturwissenschaftlichen Projekten geehrt wurde. Für sie ist es das letzte Karlsfest – dieses Jahr hat sie sich gemeinsam mit einem Mitschüler ihrer Stufe entschlossen, die Veranstaltung zu moderieren. „Es ist heute natürlich auch etwas Wehmut dabei, jedoch empfinde ich diesen Tag als schönen Abschluss meiner Schullaufbahn“, berichtet die Abiturientin.

Doch auch auf die jungen Schüler wird am Kaiser-Karls-Gymnasium Wert gelegt: Mit akrobatischen Kunststücken der Zirkus-AG, unterstützt durch den Zirkus Configurani der Viktoriaschule und vielen jungen Mitgliedern in der Big-Band ist eine erfolgreiche Zukunft des Karlsfestes bereits gesichert.

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