Aachen: Kampf gegen heimtückische Krankheit

Diese Hilfe macht Appetit auf mehr

„Wir kochen schon seit zwei Tagen und haben ordentlich Spargel und Kartoffeln geschält“, sagte ein gutgelaunter Präsident des Aachener Lionsclubs Dreiländereck. Ulrich Küsters hat es sichtlich Spaß gemacht, für die Gäste des neunten Gala-Dinners zugunsten von Mukoviszidose e.V. Aachen ein Sechsgänge-Menü auf den Tisch zu bringen. Der Zweck des Abends ist für ihn Herzensangelegenheit.

Die Satzung der Lions Clubs fordert ein finanzielles Engagement für erkrankte Kinder in der Region. Deshalb wird mit den Spenden insbesondere jungen Menschen geholfen, die an der erblichen Stoffwechselkrankheit leiden. Mukoviszidose beeinträchtigt die Zellstruktur im Körper. Der Salz-Wasser-Haushalt der Zellen stimmt durch ein defektes Gen nicht. Dadurch sind erkrankte Zellen mit einer zähen Schleimhaut überzogen, die dazu führt, dass ganze Organe in Mitleidenschaft gezogen werden. Am häufigsten sind Leber, die Bauchspeicheldrüse, Darm und Lunge betroffen. Die Erkrankten leiden unter ständigem Husten, Atemnot und wiederkehrenden Lungenentzündungen.

Der Verein unterstützt mit seinen Spenden die Christiane-Herzog-Stiftung und das Luisenhospital, in dem es eine Ambulanz für die seltene Krankheit gibt und bezahlt Physiotherapiestunden für Kinder am Wochenende.

Auch Sabine Verheyen, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, war ins Art-Hotel Superior gekommen. Sie ist Schirmherrin des Vereins. Bundesweit gibt es circa 8000 Patienten, in der Aachener Region unterstützt der Verein gut 150 Menschen. „Weil es eine seltene Krankheit ist, gehen auch nicht so viele Forschungsgelder in diesen Bereich“, sagte Verheyen. Deshalb sei die Arbeit des Vereins besonders wichtig. Verheyen kennt den Vorsitzenden des Vereins Herbert Lange und freute sich gemeinsam mit ihm über das festliche Ambiente im Foyer des Hotels.

Für die richtige Stimmung sorgten Lina Gerstenhauer auf der Querflöte und Maxim Mion am Klavier. Es wurde ein stimmungsvoller Abend, zu dem Hotelbetreiber Wolfgang Winkler dem Verein das ganze Hotel zur Verfügung gestellt hatte. Auch darüber freute Herbert Lange sich besonders.

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