Aachen: Aachen ist zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt

Aachen: Aachen ist zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt

2011 wurde Aachen erstmals als „Fairtrade-Stadt“ ausgezeichnet — und darf den Titel nun weitere zwei Jahre tragen. Ein Grund zum Feiern. Deshalb fand die offizielle Titelverlängerung nun im feierlichen Rahmen in der Citykirche statt.

Eingebettet wurde die Verleihung in das Modeevent „Fairshion“, bei dem sich Händler aus Aachen und der Region, die fair produzierte Mode verkaufen, präsentierten und ihre Ware verkauften. Die Veranstaltung fand regen Zuspruch. Zudem wurde Live-Musik gespielt und in Form von Präsentationen und Interviews mehr über die einzelnen Organisationen erzählt.

Das gleiche Prinzip galt vor der offiziellen Übergabe der Urkunde. Heinz Fuchs, Vorstandsvorsitzender des Vereins Transfair, der den Titel „Fairtrade-Stadt“ in Deutschland verleiht, erklärte, dass die Weltläden ein wichtiger Motor für den fairen Handel seien. Darüber hinaus engagieren sich die Kommunen sowie viele Einzelhändler und Gastronomen in Aachen für ein Spagat zwischen Preis und fairem Handel, erklärte Wilfried Wunden, Referent für fairen Handel bei Misereor und Mitglied der Steuerungsgruppe.

Doch es gebe noch viel zu tun: In den Niederlanden werden beispielsweise vier Mal mehr Produkte aus fairem Handel gekauft als in Deutschland. Gemeinsam mit Elmar Wiezorek, Leiter des Fachbereichs Umwelt, blickte man nach vorne. Die Stadt achte bei der öffentlichen Beschaffung darauf, faire und ökologisch hergestellte Produkte zu erwerben.

Dynamik ist ungebrochen

Weder die Stadt noch die Steuerungsgruppe werden sich also nach der neuerlichen Auszeichnung zurücklehnen. Wunden sagte, dass sich die Steuerungsgruppe unter anderem daran setzen werde, die IT-Branche für den fairen Handel zu begeistern. Und Fuchs betonte bei der Übergabe der Urkunde, dass die Dynamik des fairen Handels in Aachen ungebrochen sei.