Aachen: Grenzlandtheater inszeniert "Danach" von Michael McKeever

Schikanen, Streit und dann massive Gewalt : Grenzlandtheater inszeniert "Danach" von Michael McKeever

Kinder necken sich, Kinder streiten sich. Doch Kinder können genauso wie Erwachsene auch weiter gehen und anderen ernsthaft psychisch und körperlich Gewalt zufügen. Was es für Eltern bedeutet, wenn scheinbar „harmlose“ Schikane zu schwerwiegender Gewalt wird, zeigt das neue Kammerspiel „Danach“ des Aachener Grenzlandtheaters.

Familie Campbell und Familie Beckmann sind befreundet. Doch plötzlich schikaniert der eine Sohn den anderen. Es bleibt aber nicht bei Schikanen zwischen den eigentlich befreundeten Kindern – es kommt zum Gewaltakt. „Die Thematik Mobbing ist weiterhin aktuell“, unterstrich Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters. In dem von Michael McKeever geschriebenen Stück soll es jedoch nicht um die Tat selbst gehen. Es geht um den Umgang der beiden Elternpaare mit der Tat. Es geht um Erklärungen, um Schuldzuweisung und die Subjektivität von Wahrheit. Wie gehen Eltern mit ihren Kindern um, wie gehen sie mit Problemen um? Das sei eine zentrale Frage des Theaterstücks, erklärt Regisseur Udo Schürmer.

Das Mobbing, das der Gewalttat vorausgeht als auch die Tat selbst bilden den Boden, auf dem sich ein, so Intendant Brandt, „sehr psychologisches und hochspannendes Kammerspiel“ entfaltet. „Danach“ stimme nachdenklich und bewege, da es sich um ein brisantes Thema handele und, so Schürmer, die Atmosphäre des Kammerspiels den Zuschauer beklemmend intensiv in die Handlung versetze. Trotzdem sei auch der eine oder andere Lacher garantiert, komme es doch im Verlauf der Auseinandersetzungen beider Ehepaare zu durchaus skurrilen Streitgesprächen.

Fast das gesamte Stück über sind die fünf Darstellerinnen und Darsteller gemeinsam auf der Bühne und entfalten vor dem Auge des Zuschauers die dramatische Geschichte zweier Familien, die ihre Kinder verlieren, scheinbar ohne sie jemals richtig gekannt zu haben.

Premiere hat das Stück am Samstag, 25. Mai, im Grenzlandtheater in der Elisengalerie. Tickets gibt es unter der Rufnummer 0241/4746111 oder im Internet auf www.grenzlandtheater.de.

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