Aachen: Frida's Extensions auf Burg Frankenberg

Szene in Aachen : Frida’s Extensions machen die Burg Frankenberg zum Jazzkeller

Die Band Frida’s Extentions macht Jazz, den man nicht alle Tage im Radio hört. Am Freitagabend, 19. Oktober, treten sie in der Burg Frankenberg auf.

Was ist besser als ein Konzert? Natürlich zwei Konzerte. Darüber dürfen sich in dieser Woche die Jazz-Freunde in Aachen freuen, denn auf der Burg Frankenberg wird die Reihe Jazz+ fortgesetzt. Am Freitag treten auf der Burg Frankenberg das Philipp Brämswig Trio sowie die Band Frida’s Extensions auf. Und dies verspricht Jazz auf hohem Niveau und noch mehr:  Jazz mit einem gewissen Extra.

Zunächst erklimmen Philipp Brämswig mit Gitarre, Florian Rynkowski mit E-Bass und Fabian Arends am Schlagzeug die Bühne. Das Trio hat sich in der Kölner Jazzszene bereits einen Namen mit seinen Klangwelten jenseits der Stilgrenzen gemacht. Neben einer natürlichen Virtuosität ist vor allem die mal einfühlsame, mal zupackende Interaktion zum Markenzeichen geworden. Die Kompositionen von Brämswig sind Schmelztiegel verschiedener musikalischer Einflüsse und vereinen Intellekt und Groove, wie auch das aktuelle Album „Molecular soul“ zeigt. Darauf „gelingt den drei Musikern das Aufbrechen überkommender Stilgrenzen – mal mit vertrackten Rhythmen, mal mit balladesken Stimmungen, aber immer traumhaft sicher im Flow“, jubelt etwa Kulturinfo Ruhr. Und die Heilbronner Stimme meint: „Mit ihrem modernen, rhythmisch wie technisch äußerst anspruchsvollen Jazz mit Rockeinflüssen gelingt es, das Publikum zu bannen.“ Für den Feuilletonisten aus Baden-Württemberg macht das Philipp Brämswig Trio Musik, die „wie in Töne gegossenes Licht“ klingt.

Frida’s Extensions setzen anschließend drei starke Frauenstimmen, Bass und Schlagzeug dagegen. Für die Stimmen sind Mascha Cormann, Julia Ehninger und Sara Decker verantwortlich, den Bass spielt Mateusz Malcharek, und Jeroen Truyen sitzt am Schlagzeug. „Das ist eine Besetzung, die man nicht ständig im Radio hört“, beschreibt Sängerin Julia Ehninger das Besondere der Formation. „Dadurch, dass wir kein Harmonieinstrument in der Band haben, klingt die Musik sehr transparent und direkt.“ Frida’s Extensions sei im besten Sinne ein Crossover-Projekt: Experimentelle Musik trifft auf Pop und Jazzmusik. „Innerhalb der Band werden verschiedene musikalische Vorlieben und Vorerfahrungen vereint und das schafft einen einzigartigen Mix“, sagt Ehninger, die gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen und Musikern Jazz-Freunde aller Genres ansprechen wollen. Freuen könnten sich die Besucher jedenfalls auf Eigenkompositionen sowie Popsongs unter anderem von Radiohead oder Cyndi Lauper und das eine oder andere Konzeptstück – gespielt von „fünf gutgelaunten Musikerinnen und Musikern“, verspricht Julia Ehninger und kündigt zugleich „ein unerwartetes Schmankerl in der Zugabe“ an.

Wer wissen will, was sich dahinter versteckt, der sollte am Freitag in die Burg Frankenberg kommen. Das Doppelkonzert in der Reihe Jazz+ startet um 20 Uhr.

(red)
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