Aachen: Förderkreis Schwerkranke Kinder wird 25 Jahre alt

Verein feiert in Laurensberg : Unterstützung und Begleitung für Familien mit schwerkranken Kindern

Der Förderkreis Schwerkranke Kinder hat am Wochenende in Aachen sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei wurden die Arbeit des Vereins sowie einzelne Projekte vorgestellt.

Die Arbeit des Förderkreises Schwerkranke Kinder e.V. zu beschreiben ist eigentlich ganz einfach – man braucht dafür nur vier Adjektive. „Vertraulich, kostenlos, unbürokratisch, schnell – das ist unser Leitmotiv“, erklärt Stefan Schäfer, Mitglied im aktuellen Leitungsteam des Vereins. Am 28. September wird der Verein 25 Jahre alt – der Vorstand lud aus diesem Anlass am Samstag Mitglieder und Interessierte ins Laurensberger Laurentiushaus ein.

„Neben dem Zweck, zu feiern dient die Veranstaltung natürlich auch dazu, den Menschen unseren Förderkreis und unsere Projekte einmal genauer vorzustellen“, erläutert Schäfer. 1994 von Ärzten und Krankenschwestern der Uniklinik Aachen sowie Eltern schwerkranker Kindern ins Leben gerufen, nahm der Verein schnell an Mitgliedern und auch an Bekanntheit zu: „Es gab zu unserer Gründungszeit bereits Förderkreise für Kinder, die an spezifischen Krankheiten wie Krebs oder Mukoviszidose leiden, jedoch keinen Verein, der sich um ausnahmslos alle Kinder kümmerte, die von schweren Krankheiten betroffen sind“, blickt Volker Pöhlsen, Beisitzer im aktuellen Vorstand, zurück. Als dieser Verein mit dem Förderkreis Schwerkranke Kinder schließlich gegründet wurde, stieg das Interesse rasant an: „1997 hatten wir bereits über 200 Mitglieder“, erinnert sich Pöhlsen.

Die verschiedenen Hilfsangebote, die den Verein auszeichnen, sind über all die Jahre jedoch gleich geblieben. „Ermöglicht durch zahlreiche Spenden in Vergangenheit und Gegenwart, die auch in keiner Weise abnehmen, bieten wir für schwerkranke Kinder und deren Familien vorwiegend Betreuung, Beratung und finanzielle Hilfe an“, nennt Stefan Schäfer die drei Hauptaufgabenbereiche des Förderkreises.

Getragen durch viel ehrenamtliche Arbeit und Kreativität, ist es dem Verbund gelungen, Betroffene dauerhaft zu begleiten und sie zu entlasten. „Das Thema Entlastung spielt natürlich auch bei den Eltern der kranken Kinder eine große Rolle, da diese oft überfordert sind und Hilfe von außen benötigen“, sagt Schäfer. Daher bietet der Förderkreis neben einem Programm mit dem Titel „Eltern helfen Eltern“, in welchem sich Eltern betroffener Kinder austauschen und gegenseitig unterstützen können, auch einen Betreuungsdienst an: „Hier kümmern sich Kinderkrankenschwestern mit Intensivpflegeerfahrung für ein paar Stunden kostenlos um die kleinen Patienten, während die Eltern einmal alles ausblenden und wegfahren können“, erläutert Schäfer.

Ein weiteres Ziel des Förderkreises Schwerkranke Kinder ist die Unterstützung medizinscher und therapeutischer Einrichtungen, die Tag für Tag mit den Patienten arbeiten und lernen. So auch die Stolberger Regenbogenschule, Einrichtung für Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Unterstützungsbedarf im Förderbereich geistige Entwicklung, sowie das Reittherapiezentrum „Kids auf Trab“.

„Nur durch die Hilfe des Förderkreises ist es uns möglich, Therapieprogramme wie die Unterstützte Kommunikation durch Gebärdensprache oder eine Hundetherapie professionell durchzuführen“, ist Holger Peters, stellvertretender Schulleiter der Regenbogenschule glücklich über die Zusammenarbeit. Irene Jacobs von „Kids auf Trab“ ergänzt: „Mit Tieren in Kontakt zu kommen hat in jedem Fall einen positiven Effekt auf die Kinder, die bei uns therapeutische Unterstützung beim Reitunterricht erhalten.“

Auch Aachens Bürgermeisterin Margrethe Schmeer lobt die Arbeit des Förderkreises Schwerkranke Kinder: „Vereine wie dieser sind wichtig für das soziale Klima in unserer Stadt. Wer den Förderkreis mit Spenden unterstützt, kann sicher sein, dass mit dem Geld große Dinge vollbracht werden.“

www.fsk-aachen.de

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