Aachen: Feuerwehr Walheim braucht ein neues Gerätehaus

Feuerwehr Walheim: Wo soll das neue Gerätehaus hin?

Wo soll das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Walheim gebaut werden? Einen Vorschlag der Verwaltung hat die Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim jetzt abgelehnt.

Die Freiwillige Feuerwehr in Walheim braucht ein neues Gerätehaus. Das ist unstrittig. Denn das vorhandene Gebäude an der Albert-Einstein-Straße erfüllt nicht mehr die Vorgaben des Brandschutzbedarfsplans, und es kann auch nicht entsprechend aufgerüstet oder erweitert werden. Wo in Walheim ist also Platz für ein neues Gerätehaus? Diese Frage beschäftigt Politik und Verwaltung bereits etwas länger. In der Sitzung der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim erläuterten Vertreter des städtischen Gebäudemanagements jetzt einen Vorschlag für ein passendes Grundstück – und kassierten eine Absage der Bezirksvertreter. Einstimmig beauftragten diese stattdessen die Verwaltung, erneut nach alternativen Standorten für ein Feuerwehrgerätehaus zu suchen. Und zwar möglichst schnell.

Nadelöhr Prämienstraße

Das Gebäudemanagement hatte im Vorfeld der Sitzung zwei Alternativen geprüft, beide unweit des Jakob-Büchel-Hauses an der Prämienstraße. Für ein Grundstück seitlich hinter dem Jakob-Büchel-Haus (Flurstück 2797) habe das städtischen Planungsamt aber bereits klargestellt, dass dort eine Bebauung nicht möglich sei, hieß es in der Sitzung. Nach dem Bebauungsplan grundsätzlich genehmigungsfähig sei dagegen ein Gerätehaus-Neubau auf einem Grundstück direkt hinter dem Jakob-Büchel-Haus, auf Flurstück 2424. Allerdings wird auf diesem Gelände dreimal im Jahr das Walheimer Festzelt aufgeschlagen. Für das Zelt müsste also im Fall einer Bebauung des Areals ein neuer Platz her. Und der könnte aus Sicht des Gebäudemanagements genau das Grundstück sein, das für ein Gerätehaus nicht infrage kommt.

Das klang erst mal schlüssig, stieß bei den Bezirksvertretern aber auf keinerlei Gegenliebe. Hans Müller (CDU) wunderte sich, dass das Flurstück 2797, das 2017 noch als denkbare Option gegolten habe, jetzt abgelehnt werde. Vor allem aber kritisierte er die geplante Zufahrt zum Grundstück. „Ein Feuerwehrhaus mit Ausfahrt zur Prämienstraße, das können viele Walheimer nicht nachvollziehen“, warnte er. Die Straße sei Nahversorgungszentrum des Orts, und mit Bussen und landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen werde es dort jetzt schon oft sehr eng. Müller ist überzeugt: „Es gibt in Walheim andere geeignete Grundstücke, auch wenn sie vielleicht nicht in städtischer Hand sind.“ Die Verwaltung, regte Müller an, möge Grundstücke, die derzeit zu verkaufen seien, auf ihre Tauglichkeit hin untersuchen. Die SPD habe ähnliche Bedenken, erklärte Bernd Krott, er drängte allerdings zur Eile. „Am Feuerwehrgerätehaus droht demnächst die Baufälligkeit. Da muss schnell etwas passieren.“

Nun liegt der Ball wieder bei der Verwaltung. Das städtische Immobilienmanagement soll auf Wunsch der Bezirksvertretung „kurzfristig“ nach geeigneten Grundstücken suchen.

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