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Aachen: Feierliche Eröffnung des Aachener Krippenweges

Advent : Besinnliches auch über die Grenzen hinaus

Mit einem kleinen Festakt eröffnete am Samstag der 20. Aachener Krippenweg vor der großen Krippe in der Elisengalerie. 41 Krippen laden bis zum 6. Januar in der Innenstadt und darüber hinaus zum Bestaunen und Innehalten ein.

Als am Samstagmittag in der Galerie die Klänge des Gospelchors „joyful spirits“ zu hören waren, versammelten sich spontan Zuschauer vor der neu aufgebauten Krippe. Der Chor, der gekonnt für den musikalischen Rahmen der Eröffnungsfeier sorgte, kommt ursprünglich aus Raeren – genau wie Ehrengast Jean-Paul Kompier, stellvertretender Bürgermeister Vaals. Ihr Mitwirken hat einen guten Grund, denn zu seinem 20. Jubiläum wird der Aachener Krippenweg noch internationaler.

Unter dem Motto „Folget dem Stern!“ lädt das Kulturprojekt ein, die Euregio aus einem neuen Blickwinkel zu erleben und beim Erkunden der Krippen sogar die Grenzen zu den Nachbarländern zu überschreiten. Kompier zeigte sich dankbar für die Aufnahme seiner Stadt in das Krippenprojekt: „Die Grenzregion Deutschland, Belgien, Niederlande erlebe ich besonders an Tagen wie heute nicht als Geteiltes, sondern als Ganzes.“

Bis zum 6. Januar verwandelt sich die gesamte Stadt zu einem großen Ausstellungsraum: Im Jubiläumsjahr ist der Krippenweg in Aachen selbst auf 41 Stationen angewachsen und im Zeichen der internationalen Gemeinschaft zählen nun noch zwei weitere Krippen dazu. Im grenznahen niederländischen Vaals wartet die Sint Paulus-Kirche, in der belgischen Gemeinde Hauset die Pfarrei St. Rochus auf Besucher der Krippen.

„Dass unsere Freunde aus den Nachbarländern sich dazu bereit erklärt haben, Teil des Krippenweges zu werden, ist für uns eine große Ehre“, sagte Caroline Weber, Veranstalterin des Krippenweges. Es beweise, wie gut das Zusammenleben hier im Dreiländereck funktioniere und unterstreiche, „dass die Friedensbotschaft des Weihnachtsfestes wirklich gelebt werden kann“.

Wie in den vergangenen Jahren sind alle Interessierten eingeladen, in städtischen und kirchlichen Institutionen, in Kirchen und vielen teilnehmenden Geschäften Krippen aus unterschiedlichsten Ländern, Kulturregionen, Materialien und Epochen zu bestaunen und gleichzeitig den Umgang verschiedener Kulturen mit der Krippentradition zu erfahren.

Vielfältiger als in diesem Jahr könnten die Krippen nicht verteilt sein: vom Dom über das Rathaus, von Belgien in die Niederlande und von der Bahnhofsmission bis zum Zeitungsmuseum werden die Besucher in der ganzen Region fündig. Unter den Krippen befinden sich kostbare historische, moderne und ungewöhnliche, sowie traditionelle und überraschende Arbeiten, die alle einen Besuch, ob spontan oder geplant, wert sind. Darüber hinaus findet sich eine besondere Ausstellung bei Weltweit am Dom. Dort gibt es die 25. Krippenausstellung unter dem Titel „Die Seele im Stein“ mit einer hochkarätigen Schau afrikanischer Krippenkünstler und Krippen.

Im Angebot sind Adventskrippenführungen, Weihnachtskrippenführungen zu den Feiertagen, Angebote für Familien und Kinder sowie Themenführungen zu „Frauen an der Krippe“. Die neue Homepage zum Krippenweg www.aachener-krippenweg.de erhält alle wichtigen Informationen rund um die Führungen und um das Rahmenprogramm. Zudem haben die Veranstalter für alle, die den Krippenweg beschreiten möchten, einen kostenlosen Krippenplan entworfen, der alle wichtigen Informationen enthält. Dieser liegt für jedermann abholbereit beim Aachen Tourist Service am Elisenbrunnen und an vielen Stationen des Krippenwegs aus.

(nkr)