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Aachen erwartet für das Haushaltsjahr 2018 ein Plus von 7,7 Millionen Euro

Aachener Haushalt : Das erwartete Minus ist zum schönen Plus geworden

Die Stadt Aachen kann das vergangene Jahr offenbar mit einem positiven Haushaltsergebnis abschließen. Den vorläufigen Zahlen zufolge, die Kämmerin Annekathrin Grehling jetzt dem Finanzausschuss vorgelegt hat, konnte die Stadt 2018 ein Plus von gut 7,7 Millionen Euro erwirtschaften, gerechnet hatte sie eigentlich mit einem Minus von knapp 27 Millionen Euro.

„Die Tendenz ist super schön“, erklärte Grehling, die üblicherweise nicht zur Euphorie neigt. Und auch in diesem Fall betont sie, dass es sich zunächst nur um ein vorläufiges Ergebnis handelt und längst nicht alle Schlussbuchungen eingearbeitet sind. Gleichwohl setze sich der Trend fort, der bereits in den Vorjahren zu deutlich besseren Abschlüssen als geplant geführt hat.

Zwei Gründe sind für diese Entwicklung maßgeblich: Die gute Konjunktur und der Fachkräftemangel. So konnte die Kämmerin 2018 um rund 20 Millionen Euro höhere Steuereinnahmen verbuchen als erwartet. Allein bei der Gewerbesteuer, der wichtigsten Einnahmequelle für Kommunen, flossen demnach knapp 210 Millionen Euro in die Stadtkasse, knapp 17 Millionen mehr als im Haushaltsentwurf eingeplant.

Auf der anderen Seite sind aber auch die Personalausgaben mit etwa 191 Millionen Euro um gut vier Millionen Euro unter dem Ansatz geblieben. Niedriger als erwartet fielen zudem die Sozialausgaben und die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen aus.

Während diese Entwicklung für einige Politiker das deutliche Signal dafür ist, dass die Stadt mehr Geld in die Hand nehmen könnte, um ihre Probleme zu lösen, warnt Grehling: „Es wird definitiv nicht einfacher.“ So könne man sich nicht darauf verlassen, dass „der hohe Steuersockel“ zu halten ist. Zudem werden auch die Personalkosten wieder steigen – schon aufgrund des neuen städtischen „Personalgewinnungskonzepts“. „Das müssen sie auch, weil wir sonst unsere Aufgaben nicht erfüllen können“, so Grehling.