Aachen: Aachen erwartet 300 neue Flüchtlinge

Aachen: Aachen erwartet 300 neue Flüchtlinge

Die Stadt Aachen erwartet ab Freitag 300 neue Flüchtlinge, die in Noteinrichtungen untergebracht werden müssen. Über die Herkunft der Menschen ist bislang nichts bekannt. Die Stadt geht jedoch davon aus, dass wieder viele Familien und Kinder kommen werden.

Die Flüchtlinge sollen vorerst in den Turnhallen Rombachstraße, Michaelsbergstraße und Vetschauerstraße, aber - wenn möglich - auch in bis dahin fertig gestellten Bestandsgebäuden untergebracht werden, meldet die Stadt am Dienstagabend.

In der entsprechenden Verfügung der Bezirksregierung Köln heißt es dazu: „Aktuell liegt eine krisenhafte Zuspitzung der Anzahl neuankommender Flüchtlinge im Land Nordrhein-Westfalen vor. Die Kapazitäten in den zentralen Unterbringungseinrichtungen und den Notunterbringungseinrichtungen des Landes sind erschöpft. Die Prognosen für die nächsten Tage lassen keine Entspannung der Situation erwarten. Um die konkret drohende Obdachlosigkeit von Flüchtlingen zu verhindern, ist es notwendig, sofort neue Notunterkünfte zu schaffen.“

Sozialamtsleiter Heinrich Emonts ist zuversichtlich, dass die Stadt diese Aufgabe optimistisch angehen kann. „Wir sehen uns in der Lage, diese Plätze zeitnah bereit zu stellen und wir werden alles dafür tun, dass es den Flüchtlingen bei uns in Aachen gut geht.“

Caroline Noerenberg, Leiterin des zentralen Koordinierungsbüros bei der Verwaltung, das die vielen Hilfsangebote für Flüchtlinge bündelt: „Auch im Bereich der ehrenamtlicher Hilfe sind wir gut aufgestellt. Wir werden diese Woche noch auf die bereits bei uns angemeldeten Helfer zugehen, um die Essensausgabe und die Dolmetscherdienste für die neu ankommenden Flüchtlinge zu organisieren“.

Die Stadt Aachen bietet dann ab Freitag knapp 1000 Menschen in den Noteinrichtungen des Landes (Schule Franzstraße, Förderschule Walheim, Körner Kaserne, Turnhalle Barbarastraße, Kalverbenden, Turnhalle Reumontstraße, Turnhalle Rombachstraße, Turnhalle Michaelsbergstraße, Turnhalle Vetschauer Straße) eine Unterkunft. Rund 1200 Flüchtlinge leben in verschiedenen städtischen Unterkünften. Ferner sind rund 540 unbegleitet minderjährige Flüchtlinge in Aachen untergebracht.

(red)