Aachen: „Aachen (er)leben“: Praktischer Helfer zur Integration in vielen Facetten

Aachen: „Aachen (er)leben“: Praktischer Helfer zur Integration in vielen Facetten

Hände reichen — in der momentanen Situation tun das viele Aachener. Das Projekt „Aachener Hände“ des SKM (Sozialdienst Katholischer Männer) Aachen stellte als unterstützende Maßnahme einen handlichen Wegweiser unter dem Titel „Aachen (er)leben“ für jugendliche unbegleitete Flüchtlinge und deren Paten vor.

In Zusammenarbeit mit Studierenden der Zuyd Hogeschool Heerlen des Bachelorstudienganges Ergotherapie und der Werbeagentur und Druckerei Afterglow wurde ein handliches Heftchen entwickelt, in dem viele interessante Adressen der Kaiserstadt aufgeführt sind, die für Neuankömmlinge und deren Paten interessant sind. Inga Kamps und Lisa Klein erläutern ihre Beweggründe für den Wegweiser: „Wir wollten das Thema unserer Bachelorarbeit mit etwas Sinnvollem verbinden. Außerdem möchten wir den Menschen zeigen, worum es bei unserem Beruf grundsätzlich geht.“

„Viele junge Flüchtlinge sind traumatisiert“, weiß auch Anna Klein, Projektleiterin des Projektes „Aachener Hände“. Mit diesem kleinen Führer durch den Aachener Alltag ist wieder ein Stück weit Motivation gegeben, sich aufzumachen und die neue Heimat kennenzulernen.

Das Heft ist in sieben Bereiche wie Verwaltung, Sport, Kultur und Glauben unterteilt und hält zu jedem Bereich interessante Adressen, Veranstaltungsorte, Busanbindung bereit. So können sich die Jugendlichen entweder selber oder mit Hilfe ihrer Paten auf den Weg machen und sich in Aachen besser zurechtfinden.

Die Macher möchten mit der Güte des Produktes auch den Wert der Arbeit für die und mit den jungen Menschen unterstreichen. Außerdem sehen sie einen hohen integrativen Faktor bei der Nutzung des Guides, da viele Adressen den Kontakt mit dem Aachener und seinem Alltag ermöglichen. Wichtig war den Studierenden auch, das Heft in Deutsch zu verfassen. Deutsch müssten die jugendlichen Flüchtlinge schnell lernen.

Die Kosten für das Heft wurden in der ersten Auflage von Afterglow und anderen Sponsoren gedeckt. Viele Unternehmen haben finanziell geholfen. Für die Zukunft hofft man bei den „Aachener Händen“ auf Nachahmer. „Wenn die Nachfrage so groß ist, wie wir das erwarten, sind wir natürlich dankbar für jede Hilfe. Jeder Euro hilft uns, weitere Auflagen produzieren zu können“, hofft Klein auf den Erfolg der Aktion.

Wer an dem Wegweiser für jugendliche Flüchtlinge interessiert ist, kann sein Exemplar kostenlos bei der Druckerei Afterglow (Vaalserstraße 20-22, 9007976, info@afterglow.de) abholen. Ein Versand ist leider nicht möglich.

(ps)
Mehr von Aachener Zeitung