Aachen: Bisher nur 20 Anmeldungen an der Alkuinrealschule

Politik berät über Konsequenzen : Ist das das Aus für die Alkuinrealschule?

Ist das das endgültige Aus für die Alkuinrealschule? Für das Schuljahr 2019/20 sind bisher 20 Fünftklässler angemeldet worden. Nur 20. Mit dieser Zahl können in der Schule an der Alkuinstraße zum wiederholten Mal nicht die vorgesehenen zwei Parallelklassen eingerichtet werden.

Der städtische Fachbereich Kinder, Jugend und Schule wird in der Mai-Sitzung des Schulausschusses die aktuellen Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen in Aachen vorlegen. Konkrete Daten für die einzelnen Schulen werden erst in der Sitzung am 9. Mai auf dem Tisch liegen. Auf einige Punkte geht die Verwaltung aber bereits in der Ausschussvorlage ein, die im Internet einsehbar ist.

20 Mädchen und Jungen, damit könne die Alkuinschule erneut keine zwei Parallelklassen bilden, heißt es. Mit der Bezirksregierung stehe man in der Sache in engem Austausch. Endgültige Ergebnisse lägen derzeit noch nicht vor. Womöglich werde aber schon fürs kommende Schuljahr eine Entscheidung in Schulausschuss und Rat erforderlich. Eine Schließung der Schule steht demnach konkret im Raum.

Das will auch Bernd Krott, schulpolitischer Sprecher der SPD im Rat, nicht bestreiten. Nähere Informationen seien zwar noch abzuwarten, sagt Krott, aber die Schule erreiche zum wiederholten Mal nicht die Zweizügigkeit. Bereits im vergangenen Jahr habe die Bezirksregierung lediglich die Genehmigung für ein weiteres Jahr erteilt, allerdings mit der Maßgabe, dass die Zahlen besser würden. „Wenn es diesmal bei einer Eingangsklasse bleibt, wird eine Schließung der Alkuinschule kaum zu verhindern sein“, befürchtet Krott. Zumal die beiden anderen Realschulen in Aachen freie Kapazitäten hätten.

„Die Frage ist jetzt, wie die Bezirksregierung reagiert“, sagt auch Holger Brantin, schulpolitischer Sprecher der CDU. Zwar verzeichnet die Alkuinschule mit 20 Anmeldungen eine ganz leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, als lediglich 18 Kinder angemeldet wurden, aber wenn der Stadt als Schulträger aus Köln schulorganisatorische Maßnahmen auferlegt würden, dann bleibe auch für die Politik nicht mehr viel Spielraum. Zum Schuljahr 2017/18 waren immerhin noch 32 Kinder angemeldet und letztlich sogar 39 aufgenommen worden.

Drei Klassen am Hander Weg

Die Heinrich-Heine-Realschule, auch häufig ein Sorgenkind bei den Anmeldungen, bringt es nach dem derzeitigen Stand auf 80 Anmeldungen, also drei Parallelklassen im fünften Jahrgang. Am Hander Weg soll nun eine Schulentwicklungswerkstatt für neuen Schwung sorgen.

Den entsprechenden Antrag haben alle Fraktionen gemeinsam im Rat eingebracht. In der „Werkstatt“ sollen verschiedene Möglichkeiten erörtert werden, wie Aachens allererste Gesamtschule gestärkt werden kann. Der Antrag der Fraktionen geht auf einen ausdrücklichen Wunsch der Schule zurück.

Die Heinrich-Heine-Gesamtschule leidet unter anderem unter ihrer Randlage im Schulzentrum draußen in Laurensberg. Auch die eigentlich für Gesamtschulen vorgesehene Zusammensetzung der Schülerschaft – je ein Drittel Kinder mit Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulempfehlung – wird seit vielen Jahren nicht erreicht.

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