Aachen: Bezirksvertretung berät erneut über Baugebiet Richtericher Dell

Baugebiet Richtericher Dell : Für die Erschließungsstraße sind drei Varianten denkbar

Die Entwässerung des geplanten Baugebiets Richtericher Dell und der Anschluss an einen bereits vorhandenen Kanal in der Banker-Feld-Straße sind die zwei Größen, die den Verlauf der Trasse durch das neue Baugebiet bestimmen. Das machte Stadtplanerin Edith Prenger Berninghoff jetzt noch einmal deutlich, als sie der Bezirksvertretung Richterich die drei möglichen Varianten für die künftige Erschließungsstraße des Baugebiets vorstellte.

Die Grundstücksfrage dagegen scheint sich geklärt zu haben. Der Verlauf der Straße werde keineswegs von noch ausstehenden Grundstücksverhandlungen diktiert, hieß es seitens der Politiker. Das Problem ist offensichtlich ein anderes: Um den Anschluss an den bereits vorhandenen Kanal zu ermöglichen, braucht es ein Gefälle. Um das zu erreichen, muss das neue Baugebiet auf jeden Fall zumindest teilweise aufgeschüttet werden, machte Prenger Berninghoff deutlich. Zu den Einzelheiten soll Regionetz eine Stellungnahme mit entsprechender Empfehlung für eine der drei vorgestellten Trassen abgeben. Erst danach wollen sich die Politiker für eine Lösung entscheiden.

Dass es allerdings eine Weile dauern wird, bis Regionetz zu einer Beurteilung kommt, kam bei Holger Brantin (CDU) gar nicht gut an. „Ich plädiere darauf, die Straße so schnell wie möglich zu bauen“, sagte er. Weitere Verzögerungen seien einfach nicht akzeptabel. Doch laut Prenger Berninghoff lohnt es in jedem Fall, die Stellungnahme von Regionetz abzuwarten. „Es gibt bessere Lösungen für das Baugebiet“, sagte sie mit Blick auf Entwässerung und Kanalanschluss. Und genau solche Lösungen soll Regionetz nun aufzeigen, bevor die Politiker eine endgültige Entscheidung treffen.

Nach wie vor pochen die Politiker darauf, dass die Erschließungsstraße/Ortsumgehung fertiggestellt sein muss, bevor die Arbeiten in Richtericher Dell beginnen können. Der Engpass auf Richterichs Straßen sei heute schon so groß, dass eine weitere Zunahme des Verkehrs ohne eine Umgehungsstraße kaum zu bewältigen sei, meinen sie einhellig.