Aachen: Ausstellung zeigt Porträts von Mathematikerinnen

Ab 29. November in der Volkshochschule Aachen : Frauen in den spannenden Welten der Mathematik

Von Melbourne über Tokio und Leipzig nach Aachen: Vom 29. November bis 20. Dezember ist in der Aachener Volkshochschule, Peterstraße 21-25, die Ausstellung „Women of Mathematics throughout Europe“ (Frauen in der Mathematik in ganz Europa) zu sehen.

Die Wanderausstellung mit Porträts von Mathematikerinnen wurde 2016 in Berlin eröffnet und tourt seitdem um die Welt. In Aachen zeigt der Lehrstuhl B für Mathematik der RWTH die Ausstellung in Kooperation mit der VHS und dem städtischen Gleichstellungsbüro.

Die ursprünglich von der französischen Mathematikprofessorin Sylvie Paycha initiierte Schau präsentiert 13 Porträts von Mathematikerinnen. Die Aachener Ausstellung wird durch weitere sieben ergänzt. Durch Fotos und Interviews soll das Projekt einen Einblick in die Welt der Mathematik geben. Auch drei Aachener Mathematikerinnen, allesamt Professorinnen der RWTH, kann das Publikum dort zumindest ein klein wenig kennenlernen: Professorin Gabriele Nebe, Professorin Alice Niemeyer und Professorin Eva Zerz.

„Wir wollen keine berühmten Mathematikerinnen ausstellen“, sagt Gabriele Nebe, „wir wollen vielmehr Rollenvorbilder zeigen, Mathematikerinnen, die es in der akademischen Welt geschafft haben. So wollen wir junge Frauen ermutigen, ihren Weg zu finden.“ Denn immer noch sei es für Frauen nicht einfach, eine akademische Karriere in der Welt der Mathematik zu starten, und immer noch gebe es mehr Männer als Frauen in der Welt der Mathematik, heißt es auf der Internetseite des Projekts.

Gabriele Nebe forscht am am RWTH-Lehrstuhl für Algebra und Zahlentheorie zu ganzzahligen Darstellungen endlicher Gruppen, Gittern, sphärischen Designs und Modulformen sowie deren Parallelen in der Codierungstheorie – nichts, wovon der Laie überhaupt eine Vorstellung hat. Im Forschungsprojekt „Symbolische Werkzeuge in der Mathematik und ihre Anwendung“, in dem die RWTH, die TU Kaiserlautern und die Universität des Saarlands zusammenarbeiten, sucht sie nach mathematischen Lösungen zum Beispiel für die Verbesserung von Algorithmen.

„Für die Mathematik braucht man viel Phantasie“, sagt die gebürtige Aachenerin. „Man muss sich eine Welt erschließen, die unendlich groß ist und in den Köpfen der Mathematiker existiert. Das ist faszinierend.“

Eröffnet wird die Ausstellung „Women of Mathematics throughout Europe“ am Freitag, 29. November, 18 Uhr, im Forum der VHS. Professor Aloys Krieg, Prorektor für Lehre der RWTH, wird ein Grußwort sprechen. Den Einführungsvortrag „Frauen in der Mathematik – gestern und heute“ hält Andrea Blunck, Professorin für Mathematik und Gender Studies an der Universität Hamburg. Zu sehen ist die Ausstellung dann bis zum 20. Dezember jeweils montags bis donnerstags von 10 bis 18 Uhr sowie freitags von 10 bis 14 Uhr.

womeninmath.net