Aachen: Ausbildungszentrum Technik Landsysteme veranstaltet "Biwak"

In der Lützow-Kaserne : Sommerfest mit Brückenlegepanzer

Sommerfest mit vielen Informationen: In der Aachener Lützow-Kaserne wurde das alljährliche „Biwak“ abgehalten, veranstaltet vom Ausbildungszentrum Technik Landsysteme. Dort sind rund 550 Soldaten und etwa 130 zivile Mitarbeiter regulär im Einsatz.

Im Einsatz kann ein Brückenlegepanzer von strategisch wichtiger Bedeutung sein. Er tut genau das, was sein Name vermuten lässt. Der Brückenlegepanzer transportiert Brückenkonstruktionen, legt sie bei Bedarf aus und kann sie auch wieder einholen. So lässt sich ein reißendes Gewässer mit Soldaten und Fahrzeugen problemlos überqueren. Das Ausfahren der 26 Meter langen Brücke geschieht vollautomatisch in weniger als sechs Minuten. Wer nicht selbst für die Bundeswehr tätig ist, dürfte einem Brückenlegepanzer allerdings noch nicht begegnet sein.

Die grundsätzliche Funktionsweise des speziellen Panzers demonstrierte Hauptmann Sascha Bohne beim „Biwak“ in der Lützow-Kaserne. Die nicht ganz ernst gemeinte Mission: dem Kommandeur des Ausbildungszentrums, Klaus-Dieter Cohrs, über einen symbolisch aufgebauten Swimmingpool einen Kasten Bier zustellen. Unter den Augen von Bundeswehr-Soldaten, ihren Familienmitgliedern und weiteren Gästen schloss der Brückenlegepanzer die Operation in der Kaserne erfolgreich ab.

Veranstaltet wurde das traditionelle „Biwak“ auch in diesem Jahr vom Ausbildungszentrum Technik Landsysteme. „Wenn Sie so wollen, ist das hier so etwas wie unser alljährliches Sommerfest“, erklärte Presseoffizier Torsten Küppers.

Das Ausbildungszentrum Technik Landsysteme ist bereits seit 1964 in Aachen stationiert. Die Dienststelle, die auf vier Kasernen in und um Aachen verteilt ist, deckt die Elemente „Lehre“ und „Einsatzprüfungen“ ab. An ihr werden alle Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die Soldaten ausländischer Streitkräfte sowie Zivilpersonal ausgebildet, sofern sie mittelbar oder unmittelbar mit speziellen Aufgaben der Materialerhaltung von Landsystemen befasst sind.

Neben Laufbahn-, Verwendungs- und Sonderlehrgängen führt die Schule auch nationale sowie multi- und internationale Fachtagungen und Informationsveranstaltungen durch. Ausgebildet wird unter anderem am Schützenpanzer vom Typ „Puma“. Beim „Biwak“ stellten die Verantwortlichen diesen und weitere Fahrzeuge aus. Den regulären Betrieb am Ausbildungszentrum Technik Landsysteme stellen rund 550 Soldaten und etwa 130 zivile Mitarbeiter sicher.

Das Schöne beim „Biwak“ sei, dass man Kollegen aus allen vier Aachener Kasernen treffe, bekräftigte Küppers. Auch über Menschen, die sonst wenige Berührungspunkte mit der Bundeswehr haben, freue er sich. Die dürften bei ihrem Besuch in der Kaserne das eine oder andere neu dazugelernt haben – nicht zuletzt über Brückenlegepanzer.

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