Aachen: Aseag tauscht Semestertickets aus

Aseag tauscht Tickets aus : Neue Fahrkarten für 6000 Studierende

Die Aseag hat in den vergangenen 14 Tagen rund 6000 Studentinnen und Studenten von RWTH und Fachhochschule mit neuen Semestertickets ausgestattet. Wie Aseag-Sprecherin Anne Körfer auf Anfrage mitteilte, waren 6000 elektronische Fahrkarten fehlerhaft.

Die Berechtigung zur Nutzung des Nahverkehrs in ganz NRW war auf den Karten nicht hinterlegt. Bei Kontrollen konnten die Benutzer folglich keinen gültigen Fahrschein vorweisen. „Um das Problem unbürokratisch zu beheben, haben wir die Tickets ausgetauscht“, sagte Körfer.

Die Mängel an den Tickets hätten auch im Aseag-Kundencenter behoben werden können. Dann allerdings hätten 6000 Studierende beider Hochschulen sich in die Peterstraße begeben müssen. Das wollte das Verkehrsunternehmen den Betroffenen nicht zumuten. „Durch die neuen Tickets ist die Gültigkeit des Semestertickets wiederhergestellt“, betonte die Aseag-Vertreterin. Die Kontrolleure seien zudem angewiesen, bei fehlerhaften Semestertickets keine Sanktionen zu verhängen.

Aufgefallen war der Fehler bei der Aufarbeitung einer früheren Panne mit den Semestertickets. Im Oktober war bekannt geworden, dass rund 12.000 Semestertickets ungültig waren, weil die RWTH aufgrund einer Computerpanne eine große Anzahl von Datensätzen nicht an das Verkehrsunternehmen übermittelt hatte. Betroffen war damals zum Semesterstart immerhin rund ein Viertel aller RWTH-Studierenden, die ein neues Ticket erhalten mussten. Auch im Jahr zuvor gab es Probleme: Im Herbst 2017 waren 7500 Semestertickets nicht lesbar. Damals wurden Terminals für die Aktualisierung der Fahrtkarten aufgestellt.

Auch die Hochschulen haben auf die neuerlichen Probleme reagiert. „Wir haben schnell informiert, damit alle Bescheid wussten“, erklärte RWTH-Pressesprecher Thorsten Karbach am Donnerstag. Per E-Mail wandten sich der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der RWTH und das Studierendensekretariat am Mittwoch an die betroffenen Studis, um zu erklären, warum die Aseag mitten im Semester neue Tickets verschickt hatte. An die Studenten erging der dringende Rat, nur noch das neue Ticket zu nutzen.

Die Aseag habe zugesagt, bei Problemen bei Kontrollen eventuell verhängte erhöhte Beförderungsentgelte „niederzuschlagen“, heißt es in der E-Mail. Studierende, denen dennoch Kosten entstanden sind, können sich demnach ans Studierendensekretariat wenden. Die Hochschule werde nachgewiesene Kosten unbürokratisch erstatten.

Auf seiner Facebookseite zeigte sich der AStA am Donnerstag vorsichtig hoffnungsvoll: „Wir wünschen euch eine gute Heimreise mit dem Semesterticket. Falls euer Ticket trotz Gültigkeit nicht akzeptiert wird, werden euch die Kosten in jedem Fall erstattet.“

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