Aachen: Ab Montag Vollsperrung am Ponttor

Vollsperrung wegen Asphaltarbeiten : Die Ponttor-Kreuzung ist ab Montag dicht

Achtung Autofahrer! Die große Kreuzung am Ponttor wird von Montag, 16. September, bis zum 18. Oktober fast vollständig gesperrt. Sie bekommt eine neue Asphaltdecke.

Die Asphaltarbeiten sind schon jetzt nötig, weil die Regionetz GmbH ihre Bauarbeiten am Kanal und an den Versorgungsleitungen früher als erwartet beenden konnte. Ursprünglich sollte erst ab Mitte Oktober neu asphaltiert werden.

Da dürfte mancher Autofahrer am Montag kalt erwischt werden: Die Großbaustelle am Ponttor wird noch einen Tacken größer. Die Kreuzung Roermonder Straße, Ludwigsallee, Pontwall und Ponstraße wird ab Montag, 16. September, bis zum 18. Oktober, also beinahe fünf Wochen lang, fast vollständig gesperrt. Das hat das städtische Presseamt am Freitag mitgeteilt.

Dahinter steht eigentlich eine gute Nachricht. Die umfangreichen Arbeiten der Regionetz GmbH am Kanal und an den Versorgungsleitungen in dem Bereich sind früher beendet als ursprünglich geplant. Der Netzbetreiber buddelt am Ponttor bereits seit Ostern.

Und nach der ursprünglichen Planung sollten die Arbeiten erst Mitte Oktober beendet sein, wie Unternehmenssprecherin Eva Wußing auf Anfrage mitteilte. „Besonders auf der Ludwigsallee sind wir schneller vorangekommen als gedacht“, sagte Wußing. „Die archäologischen Untersuchungen an der Baustelle haben weniger Zeit in Anspruch genommen.“

Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten lässt die Stadt Aachen nun eine neue Asphaltdecke aufziehen. „Ohne Vollsperrung geht es leider nicht“, erklärte Harald Beckers vom städtischen Presseamt am Freitag auf Anfrage. Die neue Asphaltdecke solle nämlich mit möglichst wenigen Nähten aufgebracht werden. Solche Nähte, wo zwei Flächen aneinanderstoßen, sind nämlich potenzielle Schwachstellen, wo später vielleicht Feuchtigkeit eindringt. Das will man möglichst vermeiden.

Asphaltiert wird am Ponttor in mehreren Bauabschnitten. Diese sind mit einer Reihe von Sperrungen an der vielbefahrenen Kreuzung verbunden. Die direkte Verbindung zwischen Ludwigsallee/Saarstraße und Pontwall wird allerdings fünf Wochen lang in beide Richtungen blockiert sein. „Der Alleenring ist in dem Bereich fünf Wochen lang zu“, betont Beckers. Autofahrer sind deshalb aufgerufen, die Baustelle am Ponttor in den nächsten Wochen möglichst großräumig zu umfahren.

Gute Nachricht für Radfahrer und Fußgänger: Auf den Fußwegen und über die Nebenanlagen können sie an der großen Baustelle vorbeikommen.

Die erste Bauphase beginnt nach Angaben der Stadt am Montag, 16. September, und soll voraussichtlich am Freitag, 27. September, beendet werden. Die Roermonder Straße wird von der kleinen Turmstraße bis in die Kreuzung am Ponttor gesperrt. Die Ludwigsallee bleibt in Richtung Roermonder Straße wie auch bisher einspurig befahrbar. Die Umleitung für Autofahrer aus Richtung Laurensberg/Richterich erfolgt über die Kühlwetter-, Süsterfeld- und die Claßenstraße. Ins Zentrum und zurück zur Saarstraße in Richtung Hansemannplatz fährt man über die Wüllnerstraße, den Templergraben und die Pontstraße.

In der Zeit vom 28. September bis 2. Oktober finden die Vorbereitungen für die Sperrung der Ludwigsallee bis zur Kreuzung am Ponttor statt. In dieser Zeit bleibt die Ludwigsallee wie derzeit einspurig in Richtung Roermonder Straße befahrbar. Der Verkehr von der Roermonder Straße wird weiterhin über die kleine Turmstraße umgeleitet.

Umleitung ab Bastei

Vom 4. bis 18. Oktober wird die Ludwigsallee dann aber bis zur Kreuzung am Ponttor komplett gesperrt. Die Umleitung stadtauswärts wird bereits ab der Bastei eingerichtet und verläuft über Sandkaulstraße, Seilgraben, Hirschgraben und Pontstraße. Die Umleitung stadteinwärts ist über die Turm- und Wüllnerstraße, Templergraben/Driescher Gäßchen und Pontstraße ausgeschildert. Die Anwohner des Lousbergviertels können über die Kupferstraße ins Wohngebiet fahren. An der Rüt­scher Straße werden die Grünzeiten angepasst.

Die Signalzeiten an den betroffenen Ampelanlagen sollen entsprechend angepasst und an ausgewählten Stellen provisorische Querungshilfen für Fußgänger eingerichtet werden. An der Kühlwetterstraße/Ecke Süsterfeldstraße wird eine provisorische Ampelanlage aufgestellt, damit der zusätzliche Verkehr auf der Umleitungsstrecke bewältigt werden kann.

Damit der Busverkehr nicht beeinträchtigt wird, müssen in einigen Straßen zeitlich begrenzte Halteverbote erlassen werden. Die Aseag richtet zudem in einigen Nebenstraßen Ersatzhaltestellen ein und informiert die Fahrgäste über Aushänge an den Dauerhaltestellen. Für die Entsorgung der städtischen Müllabfuhr sowie die rettungstechnische Erschließung direkt an der Baustelle und in ihrem Umfeld ist nach Angaben der Verwaltung gesorgt.

Dass früher asphaltiert werden kann, ist aus Sicht der Stadt auch deshalb gut, weil die Arbeiten so nicht in den Winter und nicht in die Vorweihnachtszeit fallen. „Wir haben auch den Weihnachtsverkehr vor Augen“, sagt Beckers, „und je weiter so eine Maßnahme in den November/Dezember rutscht, desto schwieriger.“

Ansonsten gelte: Je schöner das Wetter, desto besser für den Fortgang der Arbeiten. Asphaltiert werden könne allerdings auch bei Regen. „Problematisch wird es nur, wenn es draußen zu kalt wird“, sagt Beckers. Das dürfte im September und Oktober aber noch kein allzu großes Problem sein.

(mg)
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