Aachen: „Aachen 2025“: Das „Zuhause der Zukunft“ gewinnt Gestalt auf dem Katschhof

Aachen: „Aachen 2025“: Das „Zuhause der Zukunft“ gewinnt Gestalt auf dem Katschhof

Ein bisschen Geduld — und reichlich Engagement — sind allemal noch vonnöten, bis der virtuelle Schleier gelüftet wird, der das „Zuhause in der Zukunft“ zurzeit noch ein wenig mysteriös umweht. Die Akteure im innovativen Netzwerk namens „Aachen 2025“ freilich haben durchaus keinen Grund, sich weiter in Schweigen zu hüllen. Im Gegenteil.

Denn fest steht: Im kommenden Herbst wird im Herzen der Altstadt ein „Neubau“ gewachsen sein, der es in jeder Hinsicht in sich haben soll — auch wenn dem spektakulären Hort des digitalen Aufbruchs zwischen Dom und Rathaus nur zwei Tage gänzlich „reeller“ Lebenszeit beschert sind.

Am 5. und 6. Oktober präsentieren maßgebliche Impulsgeber aus zahlreichen regionalen Unternehmen, aus (Hoch-)Schulen, Handel und Stadtverwaltung unterm gemeinsamen Dach des (noch) imaginären Hauses eine Fülle von Projekten und Visionen rund um die schier unbegrenzten Möglichkeiten, die den Alltag im Grenzland Mitte des kommenden Jahrzehnts prägen (könnten).

„Seit wir das gemeinsame Projekt ,Aachen 2025‘ vor zwei Jahren mit einem großen Event an rund 40 Schauplätzen in der Innenstadt vorgestellt haben, hat sich die Initiative als echte Graswurzelbewegung unter dem Motto ,Den digitalen Wandel erleben‘ hervorragend weiterentwickelt“, sagte Dr. Günter Bleimann-Gather, Vorstand der Aachener Tema Technologie und Marketing AG, am Dienstag bei der Vorstellung der ungewöhnlichen Schau, die in der zweiten, wesentlich erweiterten Auflage mindestens 20.000 Interessierte auf den Katschhof locken soll (und damit mindestens 5000 mehr als bei der Premiere 2016).

Rund 300 Akteure wollen dort die enormen Potenziale der technologischen Modellregion Aachen sichtbar und greifbar machen. Wie weit die Vernetzung gediehen ist, seit die Tema AG 2015 gemeinsam mit dem Verein Regina den Startschuss für „Aachen 2025“ setzte, dokumentierte bei der Pressekonferenz in der Tema-Zentrale am Hangeweiher schon die Zahl der Impulsgeber, welche bei die ungewöhnliche Leistungsschau am ersten Oktoberwochenende mit reichlich Leben füllen wollen.

„Zuhause der Zukunft“ wird beleuchtet

In acht Themenfeldern soll das „Zuhause der Zukunft“ dabei aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet werden. Bildung und Kultur, Wohnen und Energie, Kommunikation, Arbeit, Gesundheit, Mobilität, Einkaufen, soziales Leben kennzeichnen das facettenreiche Spektrum neuer Herausforderungen. Ausstellungen, Diskussionen, Animationen und Vorträge werden in verschiedenen „Zimmern“ des Aktionszentrums auf dem Katschhof, aber auch an etlichen Anlaufstellen im unmittelbaren Umfeld angeboten.

„Wir wollen zum Beispiel zeigen, wie sich unterschiedlichste Geschäftsmodelle mit der Ingenieurskunst der Modellregion Aachen in idealer Weise verbinden lassen“, erläuterte Agit-Geschäftsführer Dr. Lothar Mahnke. Hemmschwellen abbauen und Berührungsängste überwinden — so kennzeichneten auch Professor Dr. Thomas Ritz, Dekan an der Fachhochschule, und Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung bei der Stadt Aachen, das gemeinsame Anliegen.

Dass die „geballte Power“ des Innovationsstandorts im Oktober weit über das Dreiländereck hinaus strahlt — davon ist nicht nur Bleimann-Gather überzeugt: Denn längst gilt die alte Kaiserstadt mit einer Rekordzahl junger IT-Unternehmen ihrerseits sozusagen als eine Art Zuhause der Zukunft. Lothar Mahnke brachte das neue Selbstbewusstsein so auf den Punkt, bevor der Katschhof zum ungeahnten „Hotspot“ der taufrischen Technologien avanciert: „Aachen ist in dieser Hinsicht längst das neue Berlin.“

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