Aachen: 7. Solidaritätslauf: Arbeitslose nicht zurücklassen

Aachen: 7. Solidaritätslauf: Arbeitslose nicht zurücklassen

Am 16. September heißt es wieder: Laufschuhe schnüren und nichts wie los zum Markt! Zum siebten Mal suchen sich die Teilnehmer des Aachener Solidaritätslaufs Sponsoren im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis und laufen, gehen oder walken für Projekte zur Unterstützung von Menschen ohne Arbeit.

Im Rahmen des September Specials drehen sie von 11.15 bis 13 Uhr ihre ca. einen Kilometer langen Runden um Rathaus und Dom - jeder so viel er kann. Und Arbeitslose aus den entsprechenden Projekten sind natürlich auch mit von der Partie, geben Getränke aus und betätigen sich als Streckenposten.

„50.000 Menschen in der Städteregion sind von Hartz IV betroffen und jedes 3. bis 4. Kind lebt von Hartz IV”, weiß Gert Mertens, Referent im Büro der Regionaldekane. Besonders Langzeitarbeitslose und Jugendliche ohne Berufsaussichten sollen in rund 30 kirchlichen Projekten weitergebildet, qualifiziert und beraten werden.

So konnte beispielsweise der Förderverein Arbeit und Umwelt in Herzogenrath mit seinem Gebrauchtwarenkaufhaus für den ein oder anderen die Brücke schlagen von der Arbeit in dem Projekt zu einem Job im sogenannten ersten Arbeitsmarkt. Auch die Anlaufstelle für Langzeitarbeitslose in Aachen, die Menschen mir Hartz IV berät, wurde von den Teilnehmern in den letzten Jahren unterstützt.

Doch nicht nur Arbeitslosenprojekte profitieren: Unter dem Motto „Fifty-Fifty” können die Sponsoren und die aktiven Teilnehmer gleich doppelt Gutes tun. 50 Prozent des erlaufenen Geldes kommen den kirchlichen Projekten für Arbeitslose zu Gute, die andere Hälfte können die Läufer selbst an eine soziale Einrichtung oder einen guten Zweck spenden: „Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Hunde und Katzen können selbst für die Hälfte des Geldes entscheiden: Sie können ihre Klassenkasse aufbessern, einen Chor, Sportverein oder Kindergarten unterstützen”, erklärt der Regionaldekan Aachen Stadt, Josef Voß.

Eine Chance, die viele Menschen auch gemeinsam als Gruppe wahrnehmen: Pfarrgemeinden, das Jobcenter, aber auch Krankenhäuser stellen Läuferteams.

Mehr von Aachener Zeitung