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Glasfaserausbau Aachen: 5000 Haushalte rund um Lousberg und Stadtgarten erhalten schnelles Internet

Glasfaserausbau Aachen : 5000 Haushalte rund um Lousberg und Stadtgarten erhalten schnelles Internet

Im Frühjahr 2023 rollen die Bagger an und buddeln Gehwege auf: Zwei Aachener Stadtgebiete werden ans Glasfasernetz angeschlossen. Eigentümer können profitieren und einen kostenlosen Hausanschluss erhalten.

Schnelles Internet ist in zahlreichen Bereichen privat wie beruflich nicht mehr wegzudenken. Spätestens seit der Coronavirus-Pandemie weiß jeder, der im heimischen Büro arbeiten wollte, eine stabile und zuverlässige Internetleitung zu schätzen.

NetAachen treibt als regionaler Telekommunikationsdienstleister den flächendeckenden Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Aachen voran. So sollen ab Frühjahr 2023 auf dem Stadtgebiet rund um Lousberg und Stadtgarten 5000 Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

„Los geht es voraussichtlich ab März im Lousbergviertel“, erklärt Michael Gayer, Technischer Leiter bei NetAachen. Der aktive Startpunkt liegt dabei an der oberen Ecke Försterstraße. Von da aus werden die Arbeiten sukzessive voranschreiten. Drei Monate später starten die Arbeiten rund um den Stadtgarten, ausgehend vom Knotenpunkt Passstraße.

Neben der Nutzung von vorhandenen Leerrohren werden insgesamt zwölf Kilometer Glasfasertrasse gebaut, in der Regel beidseitig unter den Gehwegen. „Damit können wir über 800 Gebäude an das Glasfasernetz anschließen“, erklärt Gayer. 5000 Wohn- und Geschäftseinheiten können profitieren.

Um ein Gebäude in den beiden Ausbaugebieten an das Netz anzuschließen, ist eine Genehmigung der Eigentümer notwendig. „Wir schreiben alle Betroffenen im Vorfeld an und informieren über das Bauvorhaben“, sagt NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider.

Denn: Wer sich jetzt für einen Glasfaseranschluss entscheidet, erhält den Anschluss kostenlos. „Das ist eine gute Chance, sich zukunftssicher aufzustellen“, so Schneider. Wer die geplanten Baumaßnahmen verstreichen lässt, und erst hinterher sein Haus ans schnelle Netz anschließen lassen will, auf den würden dann jedoch Kosten zukommen, mahnen die Experten.

NetAachen übernimmt die Planung und den Ausbau eigenwirtschaftlich und investiert insgesamt rund drei Millionen Euro für beide Stadtgebiete. Bis zu anderthalb Jahre werden die Arbeiten voraussichtlich in Anspruch nehmen. „Ich denke, dass wir Ende 2024 fertig sein werden“, sagt Gayer. Vorausgesetzt, dass unter den Gehwegen keine archäologischen Funde auftauchen. Bauleiter Daniel Fichte ist allerdings zuversichtlich: „In dieser Gegend könnte uns höchstens ein Teil einer Stadtmauer begegnen.“ Mitten in der Stadt müsse man eher mit Überraschungen unter der Erde rechnen.