Walheim: 3:0! Hertha souverän neuer Stadtmeister

Walheim: 3:0! Hertha souverän neuer Stadtmeister

Das Bild hatte Symbolcharakter: Trainer, Betreuer und die Ersatzspieler von Hertha Walheim standen Arm in Arm am Spielfeldrand und warteten auf den erlösenden Schlusspfiff von Schiedsrichter Rouven Fux. Wenige Sekunden später, genau um 18.46 Uhr war es schließlich vollbracht: Der alte ist auch der neue Fußballstadtmeister.

Und das absolut verdient, zu überzeugend trat die Hertha im Finale gegen den benachbarten FC Inde Hahn auf. Mit 3:0 (2:0) fertigte der Landesligist den klassentieferen Gegner ab und schickte ihn gleich wieder ins wenige hundert Meter entfernte Zuhause.

Den Grundstein für die erfolgreiche Titelverteidigung legten die Walheimer in dem brisanten Derby bereits in den ersten zehn Minuten. Nach einem Warnschuss nach gerade einmal 40 Sekunden vollstreckte Sebastian Strohmayer zwei Minuten später.

Hertha war früh auf Kurs Richtung Titelverteidigung. Mit dem 1:0 im Rücken kombinierten die Walheimer teilweise sehr gefällig und rissen immer wieder Lücken in die teilweise konfuse Abwehr des Bezirksligisten. Ein einziger Pass genügte zumeist, und schon war einer der flinken Walheimer durch und stürmte alleine auf Hahns Torhüter Holger Brauers zu. Der hatte bereits in dieser frühen Phase alle Hände voll zu tun, seine Mannschaft im Spiel zu halten.

Doch auch Hahn versteckte sich vor den rund 1000 Zuschauern nicht. Im Gegenteil: Ein Tor von David Denzel nach einer Ecke verweigerte Fux wegen vermeintlichem Foulspiel die Anerkennung. Und das war doppelt bitter für die in gelb-schwarz angetretenen Kicker von Oliver Heinrichs. Denn den nächsten Walheimer Angriff schloss Wendel Putzier nach feinem Pass zum 2:0 ab. Das sollte schließlich schon die Vorentscheidung sein, obwohl das Spiel gerade einmal 10 Minuten alt war. Viel passierte in der ersten Halbzeit nicht mehr.

Auch nach dem Wechsel verflachte die Partie zusehends, die Walheimer hatten die Partie stets im Griff und gerieten außer bei einer Freistoßchance in de 46. Minute nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Die Hertha wollte anscheinend nicht mehr, die wacker kämpfenden Hahner konnten nicht mehr. So gab es in der zweiten Halbzeit auch nur noch ein richtiges Highlight, das 3:0 von Timo Goll in der 89. Minute nach einem fein herausgespielten Konter. Die endgültige Entscheidung und gewissermaßen das letzte Ausrufezeichen der diesjährigen Stadtmeisterschaft.

Auch Inde-Trainer Oliver Heinrichs zollte dem überlegenen Trainer Anerkennung: „Hätten wir das frühe Tor gemacht, hätte es vielleicht anders ausgehen können. Doch die Überlegenheit der Hertha war heute einfach riesengroß.”

Den dritten Platz der diesjährigen Stadtmeisterschaft sicherte sich die Brander Borussia nach einer späten Aufholjagd gegen den DJK FV Haaren. Björn Fischer (75. Spielminute) und Marcel Hilgert (90.) drehten die frühe Haarener Führung durch Daniel Spirowski. Die DJK hätte in der ersten Halbzeit deutlich höher führen müssen, scheiterte aber immer wieder am starken Brander Torwart oder zielten nicht genau genug. Das rächte sich in der zweiten Halbzeit, als Brand immer stärker wurde und sich mit dem späten Doppelschlag den dritten Platz im Walheimer Dauerregen doch noch erkämpfte.

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