Aachen: 27 unerlaubt Eingereiste festgenommen

Aachen: 27 unerlaubt Eingereiste festgenommen

Gleich 27 Mal hat die Bundespolizei am Wochenende fehlende Aufenthaltserlaubnisse bei Einreisenden festgestellt. Darunter waren sieben Eritreer, die gefälschte italienische Dokumente vorlegten. Diese Papiere sind von Italien zur Fahndung ausgeschrieben, weil die verwendeten Titel bereits mehrfach missbraucht wurden.

Die Polizei vermutet, dass die Eritreer zu einer Gruppen von über 100 Personen gehören, die durch einen Schleuserorganisation über den Sudan, Libyen und mit Booten über das Mittelmeer nach Italien gebracht wurden.

Von dort ging es für sie offenbar von Frankreich und schließlich mit grenzüberschreitenden Fernreisebussen weiter. Nach Polizeiangaben hatten sie mehrere tausend Euro pro Person an die Schleuser gezahlt.

In Aachen war für die unerlaubt Eingereisten erst einmal Endstation. Ein Eritreer musste mit Verdacht auf Malaria in ein Aachener Krankenhaus eingewiesen und bewacht werden.

Einige der Aufgegriffenen haben einen Asylantrag gestellt und wurden an eine Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Die anderen Ausländer werden zurückgeschoben.

(red/pol)
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