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Tour du Nord: 23 Orte, 52 Angebote, ein Wochenende in Aachen

Tour du Nord : 23 Orte, 52 Angebote, ein Wochenende in Aachen

Zwischen Europaplatz, Tivoli, Gasballons und Stadtpark liegt unendliches Potenzial, das entdeckt werden will – ein pulsierendes Viertel präsentiert sich bei der „Tour du Nord“ in allen Facetten.

Im September 2021 gibt es eine Neuauflage der Aachener Tour du Nord. Am Wochenende von Freitag, 10. September, bis Sonntag, 12. September, öffnet ein ganzes Viertel seine Pforten für Neugierige.

Bei der letzten Tour du Nord, die bereits 2009 stattfand, ging es auf dem Weg des Viehs durch das Alte Schlachthofgelände und auf den Turm von St. Elisabeth. Beides sind Orte, die es immer noch gibt, die sich aber radikal gewandelt haben. Die Kirche St. Elisabeth wurde in der Zwischenzeit zur Digital Church, in der junge Start-ups den Sprung in die Selbstständigkeit üben. Auf dem Schlachthofgelände sind mittlerweile alle Gebäude saniert, und in der ehemaligen Kälberhalle ist nach dem Auszug der Diskothek das Liebig entstanden – eine riesige Location für Events und Kongresse.

Diese zwei Stationen stehen für die Zukunft in Aachen Nord, finden die Veranstalter von „Tour du Nord“. Dazu werden Führungen auf dem neuen Campus Jahrhunderthalle und ein Kennenlerntag im TZA-Urban Village angeboten. Die Carolus Thermen haben zwar noch geschlossen, aber ein Blick in die Technik ist bereits möglich. Im Das Da Theater kann man einen Blick hinter die Kulissen werfen. Ein Blick in die Vergangenheit ist im Erlebnisbunker möglich.

 Lene ter Haar, Alexander Samsz, André Schülke und Dirk Dannenberg (von links nach rechts) freuen sich auf die Tour du Nord.
Lene ter Haar, Alexander Samsz, André Schülke und Dirk Dannenberg (von links nach rechts) freuen sich auf die Tour du Nord. Foto: Kyra Wenzlaff

Und das ist noch nicht alles: Am Sonntag bietet das Tuchwerk im Rahmen des Tags des offenen Denkmals Maschinenvorführungen und Rundgänge an. In der Soers ist ein kultureller Hotspot entstanden. Das Theater K führt dort mit dem Stück „Maskarade“ durch den Komplex und die Kleine Theaterfabrik führt das Puppenspiel „Der gestiefelte Kater“ auf. Für Kinder gibt es neben diesem Puppenspiel in der Stadtteilbibliothek Lesestunden und am „Habibi Büdchen“ ein Spielenachmittag. An der Mufab gibt es einen Kinderklamottenflohmarkt und im Stadtpark wird es ein Minigolfturnier geben.

Ein weiterer kultureller Standort im Viertel ist das Stadtbad am Blücherplatz. Dort ist in den letzten Jahren ein Ort mit Aufführungen, Ausstellungen und Austausch entstanden. Das neue Fotografie-Festival ist dort zu Gast. Es gibt Informationen zu Solarthermen, Carsharing und Trauer. Parken ist am Mercure Europaplatz möglich, dort gibt es auch besondere Angebote zum Frühstück, Kaffee und Kuchen sowie Abendessen.

Dazu locken Hinterhofkonzerte mit Drum & Flow, Heiko Wätjen, Pidancet, Peter Willems und Sabine Kühlich ins Viertel, sowie Aufführungen von Comics in Motion und Theater „Bühne Frei“. Eine Lesung mit Ulrik Remy und ein Guckmalkasten mit Rosa Lilas Reitstunde für Kinder runden das Programm ab. Und die AWO bietet Spaziergänge durch den Norden an.

Bei diesem Angebot ist für jeden etwas dabei, sind die Veranstalter überzeugt. – das persönliche Tour-Programm kann im Internet zusammengestellt werden. Außer den Theateraufführungen im Theater K und der Kleinen Theaterfabrik sowie die Führungen im Erlebnis-Bunker sind alle Angebote kostenfrei. Da viele Angebote limitiert sind, lohnt es sich, online Tickets zu sichern.

Die Tour du Nord wird von der IG Aachener Portal und dem „aachen nord“ Viertel-Fachmagazin ohne öffentliche Mittel organisiert. Sponsoren sorgen dafür, dass Aachen Nord an einem Wochenende erlebbar wird. „Da die Fördermaßnahme Soziale Stadt Aachen Nord ausgelaufen ist, wollten wir zeigen, dass wir als Stadtteil auch ohne Förderung attraktiv bleiben, “ so Tourleiter Alexander Samsz, „und so auch Nachhaltigkeit aufzeigen, da es die IG Aachener Portal und das „aachen nord“ Viertel-Fachmagazin auch weiterhin geben wird.“ Man hoffe natürlich, neue Mitglieder gewinnen zu können, um die Arbeit im Viertel fortzuführen.

www.tour-du-nord.de

(red)