Aachen: 220 Nachwuchssportler werden lautstark gefeiert

Aachen : 220 Nachwuchssportler werden lautstark gefeiert

Was wäre die zwölfte Jugendsportlerehrung der Sportjugend im Stadtsportbund Aachen nur ohne den Brander Schwimmverein gewesen? Nicht nur, dass knapp dreißig Vereinsmitglieder eine Auszeichnung abgeräumt haben. Vielmehr hätten sie einen Preis als ausdauernder „Klatsch-Meister“ verdient.

Applaudieren klingt zwar erst einmal unspektakulär, kann bei 220 Ehrungen aber ganz schön anstrengend werden. Zum Glück grölten und jubelten die Brander daher lautstark und unaufhörlich in der ersten Reihe — bis zum Schluss.

Erfolgreiche Schwimmer

Es seien vor allem die „lachenden Gesichter und leuchtenden Augen“, die die Organisatoren jedes Jahr aufs Neue motivieren, erklärte Nadine Frey, Geschäftsführerin des Stadtsportbundes Aachen. Viele der Kinder und Jugendlichen zwischen acht und 21 Jahren hetzten täglich nach der stressigen Schule zum Sport. „Hier bekommen sie dafür eine Wertschätzung, die nicht zu unterschätzen ist“, betonte Frey. „Die Kinder brennen förmlich dafür“, ergänzte Jonas Paul, Vorsitzender des Sportausschusses.

Die Aachener Jungsportler wurden in drei verschiedenen Stufen geehrt, ausgeführt von den beiden Moderatoren Robert Peters, freier Moderator, und Laura Weinberger, Redakteurin der „Aachener Nachrichten“. Die meisten bekamen ihre Urkunde in der dritten, der regionalen Stufe. „Vor allem Schwimmen ist hier sehr dominant“, bemerkte Frey. Etwas weniger wurden auf der zweiten Ebene ausgezeichnet, für den es einen ersten bis dritten Platz bei westdeutschen Meisterschaften brauchte.

Richtig sportlich waren die primären Gewinner. „Sie alle konnten nationale Erfolge im letzten Jahr erzielen“, sagte Frey. Konkret bedeutet das Platz Eins bis Sechs bei Deutschen Meisterschaften. So wurde beispielsweise Lukas Mardak für besondere Leistungen im Unterwasserrugby ausgezeichnet, ebenso wie die Segler Tobias Call und Nick Houben, die einen ersten Platz bei der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft belegen konnten.

Auch die Öcher Cheerleader- sowie karnevalistischen Showtanzgruppen der Stadt waren im vergangenen Jahr außergewöhnlich erfolgreich. Wer die lange Liste der siegreichen Namen liest, der erkennt so manche Randsportart: Ringen, Turmspringen, oder auch Sportkegeln. Und der so populäre Fußball? Der fehlt. „Dort ist der Konkurrenzdruck einfach deutlich höher“, begründete Frey.

Über 20 Jahre ehrenamtlich aktiv

Eine Sonderehrung gab es derweil für Nicole Hess, Tanztrainerin der KG Eulenspiegel. Bürgermeister Norbert Blum und sein Vorgänger Björn Jansen, inzwischen Vorsitzender des Stadtsportbundes, zeichneten sie für ihr besonders hohes ehrenamtliches Engagement aus.

Seit über zwanzig Jahren sei sie als Trainerin aktiv, erzählte Eulenspiegel-Präsident Cornel Thevis in seiner bewegenden Laudatio. „Sie schaffte es sogar, eine blinde Tänzerin in die Gruppe zu integrieren.“ Von acht gewonnen Deutschen Meisterschaften mal ganz abgesehen.

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