Aachen: 2,68 Euro im Monat: Wasser ab Mittwoch teurer

Aachen: 2,68 Euro im Monat: Wasser ab Mittwoch teurer

Die Stawag erhöht zum 1. März die Wasserpreise. Trotz gestiegener Kosten habe man die Preise in den vergangenen zehn Jahren stabil halten können. Wegen der stetig steigenden Vorhaltekosten und der Aufwendungen für die Wassernetze sei eine Anhebung des Preises jetzt aber unabdingbar, gab das Versorgungsunternehmen am Dienstag bekannt.

Zukünftig werden der Grund- und Bereitstellungspreis zu einem zählergrößenabhängigen Bereitstellungspreis zusammengeführt. Dieser erhöht sich um 32,10 Euro jährlich (inkl. Mehrwertsteuer).

Der Mengenpreis je abgenommenem Kubikmeter Trinkwasser bleibt gleich. Bei einem typischen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern Trinkwasser steigen die Kosten damit um 2,68 Euro monatlich (inklusive Mehrwertsteuer). In Mehrfamilienhäusern mit nur einem Zähler falle die Preiserhöhung sogar noch geringer aus, da sich dort die Bereitstellungskosten auf mehrere Haushalte verteilen.

Um stets qualitativ hochwertiges Trinkwasser zu garantieren, betreibt die Stawag laut gestriger Mitteilung „eine aufwendige Infrastruktur für Gewinnung, Aufbereitung und Transport“. Drei Viertel des Trinkwassers stammt aus dem Talsperrensystem von Dreilägerbachtalsperre, Kalltalsperre und dem Obersee der Rurtalsperre in der Eifel, das restliche Viertel aus Grundwasserwerken im Stadtgebiet.

Mit verschiedenen, intensiven Vorsorgemaßnahmen schütze man das Trinkwasser „vor den Folgen land- und forstwirtschaftlicher Nutzung und investiert in eine nachhaltige und zukunftsorientierte Wasserversorgung“. Darüber hinaus erhöhe die Stawag seit einiger Zeit die Aufwendungen in das Wassernetz erheblich, da ein Teil der Leitungen aus der Nachkriegszeit stammt und nun sukzessive erneuert wird.

Das Wasser in Aachen habe dank dieser umfangreichen Maßnahmen „eine ausgezeichnete Qualität“. Es sei bakteriologisch einwandfrei und unterschreite alle vorgegebenen Grenzwerte. Aachener Trinkwasser könne bedenkenlos getrunken werden und eigne sich sogar zur Zubereitung von Babynahrung. In ihrem eigenen Wasserlabor und durch unabhängige Institute überprüft die Stawag jährlich 50.000 Einzelparameter.

Trinkwasser sei das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Umgerechnet kostet ein Liter Trinkwasser aus dem Hahn weniger als einen Cent.

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