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Aufruf an Kitas und Schulen: 1000 Bäume sollen in den Himmel wachsen

Aufruf an Kitas und Schulen : 1000 Bäume sollen in den Himmel wachsen

Ein ehrgeiziges Ziel ist das: Alle Schulen und Kindertagesstätten in der Städteregion Aachen – und gerne auch darüber hinaus – sind aufgerufen, auf ihrem Gelände ein Bäumchen zu pflanzen. 1000 Bäume sollen ein Zeichen setzen für den Klimaschutz und zur ökologischen Vielfalt beitragen. Auftakt der Aktion ist am Samstag, 25. April. An diesem Datum wird alljährlich der internationale Tag des Baums begangen.

Angestoßen wird das 1000-Bäume-Projekt von den mehr als zwei Dutzend Projektschulen des „Aachener Modells“ zur Förderung individueller Begabungen im Grundschulbereich. In dem Projekt, das 2003 ins Leben gerufen wurde, arbeiten Stadt Aachen, Städteregion und die Bürgerstiftung der Sparkasse Aachen zusammen.

Die Baumpflanzungen seien als Gemeinschaftsprojekte zum Thema Nachhaltigkeit angelegt, erläutert Marlies Schiefer. Die frühere Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Oberforstbach – eine der Projektschulen – gehört zum Koordinationskreis des „Aachener Modells“. „Wir möchten den Kindern das Engagement für die Umwelt näher bringen und damit ihr ökologisches Bewusstsein stärken“, sagt Schiefer. Sie weiß: Viele Kinder haben an Bäumen ein besonderes Interesse. Wenn alle miteinander ein Bäumchen pflanzen, es hegen und pflegen und sein Wachstum dokumentieren, dann schaffe das Gemeinschaft, und die Kinder erlebten ganz praktisch, dass sie etwas fürs Klima tun können. Die Schulen und Kitas können selbst entscheiden, welche Baumart sie gerne pflanzen möchten. „Es dürfen aber gerne Obstbäume sein“, betont Schiefer.

Damit sich auch jede Schule und jede Kita in der Städteregion ein Bäumchen leisten kann, wird das Projekt durch die Bürgerstiftung der Sparkasse finanziell unterstützt. Über ihre Fördervereine erhalten die Schulen und Kitas jeweils einen Zuschuss von 50 Euro. „Dafür bekommt man schon ein schönes Bäumchen“, sagt Marlies Schiefer. Informationen zum Pflanzen und zur Pflege der Bäume bekommen die teilnehmenden Schulen und Kitas ebenfalls an die Hand. Fachlich unterstützt wird das Projekt in der Städteregion außerdem von Gabi Babendreyer, Fachberaterin für ökologischen Gartenbau, und Timo Sachsen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BiNE).

Und so ist der Ablauf geplant: Ab Samstag. 25. April, können sich Schulen und Kitas, aber auch Einrichtungen und Privatpersonen anmelden per E-Mail an tausendbaeume@gmx.de. Im November sollen alle Teilnehmer „ihren“ Baum erhalten und dann pflanzen. Das Ganze soll auch dokumentiert werden: mit Texten, Liedern, Videos oder selbst gemalten Bildern der Kinder, die auf einer digitalen Plattform hochgeladen werden. Eine digitale Landkarte soll schließlich zeigen, wo überall ein neuer Baum wächst. Weitere Infos zur Aktion gibt es auf www.aachener-modell.de.

(mg)