Kreis Heinsberg: Liberale wollen die Kneipenkultur erhalten

Kreis Heinsberg: Liberale wollen die Kneipenkultur erhalten

Unter dem Motto „Kneipenkultur erhalten” trafen sich die Liberalen in der Heinsberger Köpi-Stube. Dietmar Brockes, Wirtschaftsexperte der FDP-Landtagsfraktion, referierte zum Thema Nichtraucherschutzgesetz und den geplanten Änderungen von SPD und Grünen.

Schon heute gelte in allen öffentlichen Einrichtungen und in Restaurants ein Rauchverbot. „Wir rechnen damit, dass bei der rot-grünen Verschärfung rund 3000 Klein- und Familienbetriebe vor dem Aus stehen”, so Brockes. Schon in Großbritannien hätten seit dem absoluten Rauchverbot rund 6000 Pubs schließen müssen. „Mir geht es um die Existenz von Familien”, so der FDP-Politiker. Gerade in der Eckkneipe müsse jeder selbst entscheiden können, ob er zum Feierabendbier eine Zigarette rauchen wolle.

Recht gab ihm Rainer Spenke, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Nordrhein im Geschäftsbereich II (Städteregion Aachen, Kreis Düren, Kreis Heinsberg, Rhein-Kreis-Neuss, Düsseldorf). „Das schwarz-gelbe Konzept hat sich bewährt”, konstatierte er. Es sei nicht nachzuvollziehen, weshalb ein gutes Gesetz geändert werden müsse. Dem stimmten auch die beiden Kreis Heinsberger Landtagskandidaten der FDP, Stefan Lenzen aus Heinsberg und Tino Pakusa aus Hückelhoven, zu.

Der Inhaber der Heinsberger ­Köpi-Stube, Harry Neumann, brachte es schließlich aus seiner Sicht auf den Punkt: „Wenn das Gesetz kommt, kann ich meinen Laden dicht machen.”

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