Leserbriefe zu Klima und Umwelt: Normales, Ungewöhnliches und Unsinn

Leserbriefe zu Klima und Umwelt : Normales, Ungewöhnliches und Unsinn

Ist der Klimawandel nur Panikmache? Wie sinnvoll sind erneuerbare Energien? Ist der Hambacher Forst überhaupt noch zu retten? Mehrere Leserzuschriften erreichten uns zu den Themen Klima und Umwelt.

Dr. Michael J. Meixner aus Aachen bringt einige Überlegungen, Beobachtungen und Zahlenwerte in die Klimadebatte ein:

Wie so häufig in dieser Jahreszeit beobachten wir, dass die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Bei diesen Wetterbedingungen müssen die zuverlässigen Stromerzeuger (Stein-, Braunkohle, Erdgas und Atomkraft) hochgefahren werden, um die Ausfälle von Solar- und Windstrom auszugleichen. Im 24-Stunden-Takt entfallen bei diesem Wetter etwa 82 Prozent des produzierten Stroms auf die zuverlässigen, rund acht Prozent auf die unzuverlässigen und die restlichen zehn Prozent auf die zuverlässig erneuerbaren, Biomasse und Wasserkraft (laut Bundesnetzagentur zum Beispiel um den 23. Januar und den 27. November 2020). Im Viertelstundentakt sind die Verhältnisse ähnlich. Nur werden sie nach Einbruch der Dunkelheit noch ungünstiger für die unzuverlässigen. Bei diesen Wetterlagen müsste nach Abschaltung von Kohle und Kernkraft mindestens die zehnfache Menge an Sonnen- und Windstrom produziert werden. Das ist unrealistisch und führt zwangsläufig zu der Frage, woher der Strom kommt, wenn Kohle und Atom der Vergangenheit angehören. Hat einer Ihrer Leser eine praktikable Lösung? Importe kann man getrost vergessen, da bei diesen Wetterlagen unsere Nachbarn ihren Strom selbst benötigen. Der Strom aus Pumpspeichern ist sowieso am Anschlag. Ich frage mich: Wie kann es sein, dass ein Volk von 83 Millionen sehenden Auges in die Apokalypse drängt?

Der große Blackout kündigt sich bereits an. Die Milchbauern legen sich in weiser Voraussicht Dieselgeneratoren zu und bevorraten sich reichlich mit Diesel. Wahrscheinlich sollten wir das auch tun. Sonst fällt das Telefon aus, und Tanken geht auch nicht. Das Leitungswasser versiegt und die E-Autos bleiben stehen. So wird es kommen!

Günter Seiz aus Langerwehe befasst sich mit dem Thema Klimawandel: 

Es wurde nachgewiesen, dass es schon seit Jahrzehntausenden immer wieder Klimawandel gab. Schon die Mayas berichteten über vernichtende Fluten und Katastrophen. Mehrere antike Historiker berichteten darüber, zum Beispiel der Grieche Platon, der in seinen Werken über das im Wasser versunkene Atlantis geschrieben hat. In der Natur lassen sich ehemalige Klimawandel leicht ablesen. Jedermann kennt die „Findlinge“, die als gewaltige Steinblöcke kreuz und quer, zum Beispiel in den Voralpen, herumliegen. Es gibt heute Beweise (durch Höhlenmalereien, die unter Wasser liegen), dass der Spiegel des Mittelmeeres vor 18.000 Jahren 35 Meter tiefer lag als heute. Analysiert wurde ein Zeitraum von 240.000 Jahren. Dabei stellte sich heraus, dass sich zum Beispiel das Klima, das hauptsächlich von der Sonne bestimmt wird, in der Sahara durchschnittlich alle 20.000 Jahre geändert hatte mit der Folge von abwechselnd grüner Landschaft und ausgedörrter Wüste. Schuld sind die Schwankungen der Erdachse, denn unser Planet ist keine perfekte Kugel. Wegen der Bewegung der Erdachse trifft das Sonnenlicht nicht jedes Jahrhundert gleich stark auf die verschiedenen Erdteile. Wie kann ein Wissenschaftler heute behaupten, der Mensch sei schuld am Klimawandel, wenn er keine Ahnung hat, was ohne Menschenhand in der Vergangenheit warum geschah? Welch ein Unsinn! Aber dieser Unsinn trug dazu bei, dass heute zum Beispiel Greta Thunberg und viele andere Panikmacher erreicht haben, dass heutige Politiker von unserer Gesellschaft Unsummen für diesen Unsinn verlangen und erhalten.

Wenn all diese „Gutmenschen“ überzeugt sind, dass die Meeresspiegel wieder steigen, dann wäre es besser, die vielen Billionen Euro in diejenigen Länder zu leiten, denen eine Überflutungsgefahr droht, damit dort Dämme gebaut werden können.

Rolf Ehlert aus Aachen beschäftigt sich mit dem Thema Energie:

Wissenschaftler erstellen derzeit viele Studien zum Klimawandel. Nur wenige behaupten, dass die fossilen Energieträger die besseren, umweltfreundlicheren Energielieferanten sind. Man sollte in der Klimadebatte sachlich bleiben und nicht die Bemühungen, klimaneutrale Energielösungen zu finden, mit emotionalen, pseudowissenschaftlichen Ausführungen untergraben.

Natürlich hat jeder Energieträger Vor- und Nachteile. Auch Wasserstoff und Windenergie haben bei der Herstellung Nachteile für unser Klima. Es gilt dabei, die Energieformen zu fördern, die den geringsten Schaden anrichten. Aber auch Kohle, Öl oder Benzin kann man nicht „direkt einsetzen“. Deren Erzeugung ist – wissenschaftlich nachgewiesen – deutlich umweltschädlicher als Windenergie. Bei der Erzeugung von Windenergie konnten Wissenschaftler nachweisen, dass der Atmosphäre Feuchtigkeit entzogen wird. Dass dies aber zu dem rasanten Temperaturanstieg der letzten Jahre geführt hat, behaupten sie nicht. Die oft beschriebenen gestörten Winde sind ein Zeichen des Klimawandels, nicht eine Folge eingesetzter Windräder.

Gunter Schubert aus Eschweiler merkt zum Text „Viele Ideen zur Zukunft des Rheinischen Reviers“ an:

Bei der künftigen Gestaltung des Braunkohletagebaus sollten alle Verantwortlichen sich die Beiträge des MDR der Dokus „Echt“ , moderiert von Sven Voss, ansehen, die die Flutung des Bitterfelder Tagebaus beinhalten. Darin werden auch die Probleme beschrieben, die nach der Flutung aufgetreten sind. So vor allen Dingen hat man die Abrutschkanten völlig falsch eingeschätzt, so dass es manche bewohnte Häuserzeile getroffen hat, die abgerutscht ist, oder deren Bewohner evakuiert werden mussten, weil die Abrutschgefahr zu hoch war, obwohl man glaubte weit genug vom Ufer entfernt zu sein! So glaube ich auch nicht, dass der Hambacher Forst zu retten ist, wenn eine Flutung erfolgt, die Grube ist viel zu nah am Wald und viel zu tief um das Abrutschen zu verhindern. Man sollte die Erfahrung der Befüllung der Leipzig-Bitterfelder Seenplatte nutzen, um Fehler zu vermeiden, die ungewollt gemacht worden sind!