Hückelhoven: Lesehunger der Kinder wecken

Hückelhoven: Lesehunger der Kinder wecken

Heute wird vielfach beklagt, dass die Kinder zu oft und zu lange vor der Glotze sitzen, sich berieseln lassen, nicht mehr selbst kreativ tätig werden, nicht mehr lesen.

Bildung, und dazu gehört die Sprache, ist jedoch nach den einhelligen Erkenntnissen wichtig für das Fortkommen und die Zufriedenheit im künftigen Leben der Menschen. Und das gilt besonders für Personen mit einem Immigrationshintergrund. Lobenswert ist deshalb der Versuch, den Lesehunger von Kinder zu wecken und damit auch Lese- und Sprachkompetenz besonders der Kinder, deren Muttersprache nicht deutsch ist, zu fördern.

Die Integrationsagentur der Diakonie des Kirchenkreises Jülich hat jetzt ein Projekt auf den Weg gebracht mit dem Ziel, Menschen und Einrichtungen im Kreis Heinsberg für diese Idee zu gewinnen. Im Rahmen des Tages der offenen Tür der Hückelhovener Grundschule An der Burg fand jetzt das erste Vorleseereignis statt.

Als Kooperationspartner wurde auch das Jugendamt der Stadt Hückelhoven und der Schulbuchverlag Anadolu gewonnen. Das Projekt betreut Nicole Rütten, Studentin der Sozialpädagogie und augenblicklich Praktikantin in der Schule an der Dinstühler Straße und bei der Diakonie.

Fünf Frauen und ein Mann haben sich bereits als Vorlesepaten zur Verfügung gestellt, und Christian Ehlers von der Diakonie hofft, dass das Projekt weitere zum Mitmachen anregt und auf den gesamten Kreis Heinsberg ausgedehnt werden kann. Denn: „Nicht nur in Hückelhoven besteht der Bedarf und nicht nur für Kinder gilt das Angebot zum Mitmachen.” Auch Eltern und Großeltern können sich beteiligen, um sich sprachlich stärker zu bilden.

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