Düren: Lebenshilfe kämpft mit Auftragsrückgang

Düren: Lebenshilfe kämpft mit Auftragsrückgang

Die Wirtschaftskrise macht sich durch Auftragsrückgänge auch bei den Rurtalwerkstätten (Rtw) bemerkbar. Die Rtw sind eine Einrichtung der Lebenshilfe zur Eingliederung von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben.

Sie bieten 140 Stellen für hauptamtliche Mitarbeiter und 772 anerkannte, betreute und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Trotz der vorhandenen Umsatzrückgänge sind die Werkstätten wirtschaftlich stabil. Erstmals bestehen jedoch Schwierigkeiten, die gewohnten Aufträge besonders für die Bereiche Montage und Verpackung zu erhalten.

Um sich über das Leistungsspektrum zu informieren, besuchte der Vorsitzende der Dürener Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung, Rolf Delhougne, eine der sechs Betriebsstätten. In den einzelnen Werkstätten werden Produktionsaufträge für Kunden aus der Industrie, dem Handwerk und für die Privatwirtschaft gefertigt.

Neben den Bereichen Montage und Verpackung bieten die Rtw Metall- und Holzverarbeitung an. Eine Buchbinder- und Druckerei gehört ebenso dazu wie eine Wäscherei und Heißmangel. Außerdem werden zwei Großküchen betrieben, die nicht nur rund 800 Mahlzeiten für den eigenen Bedarf ausgegeben, sondern auch 400 Mahlzeiten an Schulen und Kindergärten ausliefern.

Neben den Arbeiten in den Werkstätten gibt es die so genannten Außenarbeitsplätze. In diesem Fall werden die Arbeiten direkt beim Kunden ausgeführt. Firmen, die an einer Zusammenarbeit mit den Rurtalwerkstätten interessiert sind, sind zu Gesprächen eingeladen, um sich über die vielfältigen Möglichkeiten zu informieren.

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