Gangelt: Laumann: Im Land fehlen Hunderte Ärzte

Gangelt: Laumann: Im Land fehlen Hunderte Ärzte

„Der Hausarzt ist eine unverzichtbare Institution in unserem Gesundheitssystem.” Dies betonte Karl-Josef Laumann bei einem Besuch im Kreis Heinsberg.

Dieter Erfurth, Geschäftsführer der Maria Hilf NRW gGmbH, freute sich, den bisherigen nordrhein-westfälischen CDU-Fraktionsvorsitzenden und ehemaligen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zum wiederholten Mal in den Gangelter Einrichtungen begrüßen zu können.

Laumann hatte zuvor zusammen mit den beiden CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Gerd Hachen und Bernd Krückel seinen Kurz-Besuch im Kreis Heinsberg in Hückelhoven begonnen.

In Maria Hilf informierte er sich über aktuelle Themen und erfuhr von Dieter Erfurth, dass die Gangelter Einrichtungen mittlerweile mit über 50 Dependancen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus vertreten sind. Die Expansion gehe weiter, wobei dem ambulanten Bereich, in dem aktuell 1100 Menschen betreut werden, immer mehr Bedeutung zukomme. Derzeit werde in Heinsberg die dritte Tagesklinik im Kreis eingerichtet. Erfurth machte Laumann auf die „mangelnde finanzielle Ausstattung” für die Löhne der Mitarbeiter aufmerksam, auch im Hinblick auf die hohen Tarifabschlüsse.

Der Geschäftsführer stellte nicht ohne Stolz die Einrichtung eines eigenen, dreisprachigen Zwei-Gruppen-Kindergartens für den Nachwuchs des Personals vor. Beim Blick auf das Gesundheitswesen brach Karl-Josef Laumann eine Lanze für die niedergelassenen Ärzte: In NRW würden jährlich 400 bis 500 Ärzte zu wenig ausgebildet, das müsse sich ändern. Von dem Ärztemangel seien besonders die ländlich strukturierten Gegenden betroffen. Auf der anderen Seite sah er einen Überhang an stationären Krankenhausbetten.

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