Kreis Düren: Landwirte müssen mit immer weniger Flächen auskommen

Kreis Düren: Landwirte müssen mit immer weniger Flächen auskommen

Die Fläche, die Landwirte beackern können, wird immer kleiner. In NRW sei in den vergangenen zehn Jahren eine Fläche vom Umfang der heutigen Landwirtschaftsfläche des Kreises Düren der Landwirtschaft als Acker entzogen worden.

Darauf weist Erich Gussen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft, hin und bezieht sich auf die Auswertungen von Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt.

Der Verlust der Fläche beunruhige die Landwirte. „Die Ansprüche an die Fläche nehmen immer mehr zu. Die Landwirte sollen Lebensmittel darauf erzeugen, die Artenvielfalt soll gestärkt werden, gleichzeitig soll das Gewerbe Flächen zubauen dürfen und sich entwickeln, aber auch, dass die Leute sich im Grünen erholen können — das wird immer schwieriger zu lösen“, sagt Gussen.

Umso wichtiger sei es, dass nicht noch mehr Fläche versiegelt werde. „In NRW sind das jeden Tag zehn bis zwölf Hektar. Auf Beton wächst kein Brot und erst recht kein Artenreichtum“, kritisiert er. Umso enttäuschender sei es dass die Landesregierung das Ziel, den täglichen Flächenverbrauch auf fünf Hektar zu begrenzen, aufgegeben habe.

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