Inden/Düsseldorf: Landtagsabgeordneter Josef Wirtz verlangt lückenlose Überwachung

Inden/Düsseldorf: Landtagsabgeordneter Josef Wirtz verlangt lückenlose Überwachung

Der Landtagsabgeordente Josef Wirtz (CDU), Inden, fordert, um die Sicherheitsbedenken gegenüber den Tagebauen auszuräumen, schon jetzt während des laufenden Tagebaubetriebs und vor allem während der Befüllung und danach eine lückenlose Überwachung der Böschungen durch den Geologischen Dienst des Landes NRW.

„Als Abgeordneter möchte ich alles tun, um ein Ereignis wie in Nachterstedt bei uns zu verhindern”, schreibt Wirtz an NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) und unterstrich zugleich die großen wirtschaftlichen Chancen, die sich für die Region nach der Rekultivierung ergeben würden.

Dies dürfte nicht gefährdet werden. Wie die Ministerin am Wochenende mitteilte, werden die Böschungen der rheinischen Tagebaue nicht einfach verkippt, sondern ganz gezielt zur Erreichung der notwendigen Standssicherheit aufgebaut. Der Aufbau werde durch regelmäßige Untersuchungen begleitet sowohl während des aktiven Betriebs als auch während der Endgestaltung.

Zusätzlich überwache RWE Power die Böschungen seiner Tagebaue ständig mit modernsten technischen Hilfsmitteln wie das Ortungssystem GPS, um Bewegungen frühzeitig zu erkennen und eventuell erforderliche Gegenmaßnahmen zur Stabilisierung der Böschungen einzuleiten.

Zum Schutz von Personen und Sachgütern sei, so Thoben, in NRW entlang der Tagebaue zudem eine Sicherheitszone vorgeschrieben . Ihre Bemessung sei abhängig von der Tagebautiefe; die Breite der Sicherheitszone, in der u.a. eine Bebauung verboten ist, betrage im Allgemeinen die halbe Tagebautiefe, mindestens jedoch 100 Meter. Diese Dimensionierung berücksichtigt die bodenmechanischen Eigenschaften des verkippten Abraummaterials.

Gutachter eingebunden

Die Standsicherheit der Böschungen und die ausreichende Größe der Sicherheitszone habe der Bergbautreibende gegenüber der Bergbehörde nachzuweisen.

In die Standsicherheitsberechnungen sei auch stets der Geologische Dienst als Gutachter eingebunden, sagte die Wirtschaftsministerin und kündigte zugleich die Entsendung von NRW-Experten nach Sachsen-Anhalt an, um die Ursachen für den Erdrutsch in nachterstedt zu ermitteln.