Heinsberg: Kunstverein zeigt ab Sonntag Malerei von Svenja Maaß

Heinsberg: Kunstverein zeigt ab Sonntag Malerei von Svenja Maaß

Die letzte Aus­stellung in diesem Jahr beim Kunstverein Region Heinsberg wird am Sonntag, 16. November, um 11.30 Uhr in Unterbruch (Horster Hof) eröffnet. Unter dem Titel „Lookalikes“ wird Malerei von Svenja Maaß gezeigt.

Die Ausstelung läuft bis zum 7. Dezember und ist sonntags von 11 bis 17 Uhr und samstags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Zur Einführung spricht am Sonntag Kunstsammlerin UIla Lohmann.

Sie lebt und arbeitet in Hamburg

Svenja Maaß wurde 1977 in Bielefeld geboren. Sie studierte von 1997 bis 2004 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig mit dem Abschluss als Meisterschülerin. 2008 und 2010 hatte sie einen Lehrauftrag in Braunschweig und in Hamburg inne. Svenja Maaß lebt und arbeitet in Hamburg.

Die meisterlich gegenständlich gemalten Bilder der Künstlerin erinnern an Collagen, da scheinbar nicht zusammengehörige Bildelemente zu einer neuen Bildkomposition zusammengefügt sind. Diese Art der Visualisierung gibt den Bildern einen surrealen Charakter, häufig mit einem humorvollen Augenzwinkern. Die Bildkompositionen sind ausgefeilt und geben viel Raum für individuelle und breit angelegte Assoziationen der Bildinhalte.

Konsequent entwickelt Svenja Maaß aus den collageartig gebauten Tafelbildern eine Weiterführung ihrer Bildideen, indem sie Einzelteile, auf Pergament gemalt, neu zueinander fügt und damit den additiven Prozess sichtbar werden lässt. Diese Arbeiten bezeichnet sie als „Vellum“. „Vellum“ ist die lateinische Bezeichnung für das aus Kälberhaut produzierte, historische Pergament beziehungsweise für auf diesem Material Geschriebenes oder Gemaltes.

Dabei verhält sich das Pergamentpapier in seiner milchigen Transparenz anders als die auf Leinwand aufgetragenen Ölfarben. Die Bilder bekommen eine neue Materialität, und die einzelnen fragmentarischen Motive lassen sich spielerisch zusammen- setzen, und es entwickelt sich daraus eine große Ideenvielfalt.

Der neue Bildinhalt scheint Geschichten zu erzählen, die dem Betrachter viele Möglichkeiten lassen, seine eigenen Erzählstränge zu entfalten. So ist der Arbeitsvorgang der Künstlerin auch nicht von einer vorgefassten Idee geleitet, sondern entfaltet sich im Laufe des Arbeitsprozesses und kann damit spontan auf das reagieren, was bis dahin entwickelt wurde, um einer neuen, sich weiterspinnenden Bilderzählung zu folgen.

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