Heinsberg-Oberbruch: Kunstverein präsentiert „Art Exchance Grenzenlos”

Heinsberg-Oberbruch: Kunstverein präsentiert „Art Exchance Grenzenlos”

Canthe kanns (das hat Canthe schon des Öfteren bewiesen): große Kunstausstellungen für viele Menschen in Szene setzen.

Das jüngste Beispiel heißt „Art Exchange Grenzenlos” im Industriepark Oberbruch. Insgesamt 300 Exponate von 27 Künstlern der Gruppen Canthe aus Hückelhoven-Ratheim und Spiegelroute aus dem niederländischen Schinveld werden auf 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentiert. 300 Kunstliebhaber besuchten die Ausstellung bereits zur Vernissage.

Dr. Hans Latour, Vorsitzender vom Kunstverein Canthe, richtete in seiner Begrüßungsrede ein Dankeschön an die Stiftungen der Kreissparkasse Heinsberg und an Nuon, die Canthe bei der Ausrichtung der Ausstellung finanziell unterstützt und die Hallen zur Verfügung gestellt haben. Ein ganz besonderer Dank galt seinem Vereinskameraden Toni Jansen, ohne dessen unermüdlichen Einsatz weder die Ausstellung noch der schöne Katalog zustande gekommen wären. Dr. Richard Nouvertné, Vertreter der Kunst-Stiftung und der Stfitung für Völkerverständigung der Kreissparkasse, stellte die Frage: „Was können wir von dieser Ausstellung erwarten? Beschert uns die erwähnte Grenzenlosigkeit Freude und eine positive Stimmung oder macht sie uns traurig?” Solchen Fragestellungen gehen die 27 Künstler bei der in das Projekt „Art Exchange” integrierten thematischen Ausstellung „Grenzenlos” nach.

Marlies Hoens sprach im Namen der Spiegelroute-Künstler: „Wir Spiegelrouter spielen hier heute eine Doppelrolle, wir sind Teilnehmer, aber auch Gast und genau wie Ihr stark beeindruckt von diesem großen, grenzüberschreitenden Ereignis.”

Das Schöne an dieser Ausstellung, neben den Kunstwerken, ist die Kommunikation zwischen Künstlern und Ausstellungsbesuchern auch über Sprachgrenzen hinweg. „Die Leute wollen immer linken mit irgendwas”, sagte Spiegelroute-Künstlerin Suus Elkink-Martens und ließ so gleich noch eine dritte Sprache in die Kommunikation einfließen. Vergleiche zu Botero oder Zille würde der Betrachter ihrer Zeichnungen und Gemälde häufig herstellen. Sie aber wolle sich nicht beeinflussen lassen, und lachend fügte sie hinzu: „Aber es geschieht dann doch.”

„Freiraum für Inspiration”

„Kunst schafft Freiraum für Inspiration”, hat Canthe-Mitglied Gert Jäger auf seine Ausstellungswand geschrieben, vor der er seine Skulpturen auf Stelen präsentiert. Fons Bloemen (Spiegelroute) stellt sehr schöne Zeichnungen aus, die im „Dialog mit dem Computer” entstehen. Die eingescannten Zeichnungen entwickelt er Schritt für Schritt und kann so stets auf eine abgespeicherte Version zurückgreifen. Bloemen: „Das ist mit dem Stift nicht möglich.” Laura Helene Förster (Canthe-Förderpreisträgerin) studiert an der Kunstakademie Düsseldorf Freie Malerei. Es lohnt sich, ihre großformatigen, auf den ersten Blick etwas irritierenden Gemälde eines zweiten Blickes zu würdigen.

Alle 27 Künstler sind im Ausstellungskatalog, der für fünf Euro zu erwerben ist, mit jeweils zwei Seiten vertreten. Der Präsident des Rotary-Clubs Heinsberg, Jakob Wöllenweber, dankte Canthe dafür, dass der Verein den Verkaufs­erlös einem Schulspeisungsprojekt von Rotary in Indien zur Verfügung stellt. Diese Künstler beteiligen sich an der Ausstellung: Guido Ancion, Fons Bloemen, Danielle de Warem, Edouard Delcourt, Silvia Dolmans, Suus Elkink-Martens, Ton Hansenaar, Marlies Hoens, Jan Jacobs, Joyce Oyen, Jos Ramakers, Jos van Wunnik, Nico van Zuilen und Loe Wouters von Spiegelroute sowie Klaus Altgassen, Michael Borgulat, Henriette Echghi- G., Laura Helene Förster, Theo Heinen, Henning Herzberg de Pers, Gert Jäger, Toni Jansen, Helmut Machat, Janice Orth, Peter Röttges, Renate Schell und Miroslav Sigut von Canthe.

Am Donnerstag und Sonntag geht es weiter:

Die Ausstellung „Art Exchange Grenzenlos” im Industriepark Oberbruch (Boos-Fremery-Straße / Tor 1) ist am Donnerstag, 1. November, und am Sonntag, 4. November, jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Am Donnerstag gibt es um 16 Uhr ein Flöten-Solo von Dr. Burkhart ­Ollertz.

Zum Abschluss der Ausstellung musiziert am Sonntag um 14 Uhr der Clarinet Choir Schinveld. Mit Mezzosopran Annemie Vallino-Ravetta werden Werke unter anderen von Händel, Grieg, Albeniz, Saint-Saëns, Mendelssohn, Tschaikowski, Vivaldi, Dvo?ák, Massenet und Verdi an diesem Nachmittag in Oberbruch zu hören sein.