Aachen: Kunstprojekt „Sichtbar“: Wünsche von jungen Leuten sichtbar machen

Aachen: Kunstprojekt „Sichtbar“: Wünsche von jungen Leuten sichtbar machen

Kinder und Jugendliche sollen zeigen können, wer sie sind und was ihnen wichtig ist. Zu diesem Zweck hat die Evangelische Kirchengemeinde das Kunstprojekt „Sichtbar“ ins Leben gerufen. „Gerade Kinder bekommen selten Aufmerksamkeit für ihre Sicht der Dinge“, meinen die Initiatoren.

Überall im Kirchenkreis sind Kinder und Jugendliche aufgefordert, mit Bildern, Skulpturen, Texten, Installationen, Liedern oder Videoclips zum Ausdruck zu bringen, was sie bewegt. Das Werk muss transportabel sein. Denn am Samstag, 24. Oktober, und Sonntag, 25. Oktober, werden die Arbeiten im Gemeindezentrum Arche, Schurzelter Straße 540, ab 15 Uhr ausgestellt. Hier treffen sich am Sonntag alle, die mitgemacht haben.

Im Rahmen der Nacht der offenen Kirchen gibt es am Freitag, 23. Oktober, schon einen Vorgeschmack. Besucher können die Kunstwerke dann bei einer Taschenlampenführung um 18, 19, 20 und 21 Uhr kennenlernen.

Im gesamten Kirchenkreis arbeiten bereits Gruppen an den Ausstellungsstücken. In Herzogenrath und Kohlscheid gestalten Kinder Lampen. Ihre Wünsche werden erst sichtbar, wenn man die Lampen anzündet. In Alsdorf wird ein Puzzle entwickelt, das dann in der Ausstellung zusammengesetzt werden kann.

In Kornelimünster-Zweifall verfassen Jugendliche Poetry-Slam-Texte, und in der Kirchengemeinde Aachen wird Pfarrer Mario Meyer das Thema „Sichtbar“ mit den Konfirmanden besprechen. Bis zum 27. September sind noch Anmeldungen möglich und zwar unter projektsichtbar@gmx.de. Mitmachen können Gruppen und Einzelpersonen.

In der Friedenskirche gestaltet Isabel Steinert mit ihrer Jugendgruppe Kästen, in denen sich die jungen Leute sichtbar und erfahrbar machen: Dabei geht es um Gerüche, Fühlen und Klang.

Die Projektleiterinnen Lena Braun-Rottländer, Dorothea Schui und Isabel Steinert würden sich freuen, wenn die Ausstellung später einmal durch den gesamten Evangelischen Kirchenkreis wandern würde. Doch jetzt sorgen die vielen Gruppenleiter und Jugendlichen in den Gemeinden erst einmal dafür, dass es etwas auszustellen gibt. Mit der bisherigen Resonanz sind die Projektleiterinnen mehr als zufrieden. Dorothea Schui führt die ersten Lampen vor, die ihr Geheimnis erst dann verraten, wenn man sie anzündet.

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