Aachen: Zwei Könner auf den „Brettern”

Aachen : Zwei Könner auf den „Brettern”

Von den „Brettern, die die Welt bedeuten” werden beide ab 6. Mai ein Stückchen ganz für sich allein haben: Regina Gisbertz, die am Grenzlandtheater Aachen in der Rolle der Marilyn Monroe („Diamonds”) das Publikum berührte, und Rainer Krause, langjähriges und vielseitiges Mitglied im Ensemble des Theaters Aachen (zurzeit in „Merlin oder Das wüste Land”) werden in diesem Jahr mit dem Kurt-Sieder-Preis für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet.

Beide können sich über jeweils 4000 Euro und ein echtes kleines Bühnenbrett freuen, wie Kuratoriumsvorsitzende Annette Bosetti gestern verkündete. Die Preissumme stammt aus dem zur Stiftung umgewandelten Vermögen der Eheleute Kurt und Gerda Sieder, die verfügt hatten, damit jährlich „herausragende schauspielerische Leistungen an den Bühnen beider Häuser” zu belohnen.

Kurt Sieder war erster Nachkriegsintendant 1945 im Stadttheater Aachen und Gründer des „Theaters im Zimmer”, das heute noch als Grenzlandtheater erfolgreich ist.

Im Stiftungsvorstand wird das Geld verwaltet - und das mit Gewinn, wie der Vorsitzende Hubert Herpers, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Aachen, stolz betont. Daher konnte die Summe jetzt auch aufgestockt werden - statt bisher 3000 Euro erhält nun jeder Preisträger 4000 Euro. „Wir waren uns rasch einig”, betont Annette Bosetti.

Regina Gisbertz, Jahrgang 1977, hat mit ihrer Rolle als Marilyn Monroe in „Diamonds” eine komplizierte Gratwanderung geschafft. „Sie war gefährlich gut”, fasst Annette Bosetti die Begründung in knappe Worte. Bei Rainer Krause, 1955 in Wanne-Eickel geboren, stehen beim Kuratorium Vielseitigkeit und Intensität im Vordergrund.

„Er spielt ernste Rollen, aber er kann auch komisch sein, und das ist eine große Kunst”, charakterisiert ihn Annette Bosetti. Die Verleihung findet am 6. Mai um 11 Uhr im Grenzlandtheater statt (Eintritt frei). Die beiden Ausgezeichneten werden sich mit einem „Special” auf der Bühne bedanken.

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