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Alsdorf: Witz und Wiener Charme

Alsdorf : Witz und Wiener Charme

Operettenseligkeit lebt auf bei Emmerich Kálmáns Operette „Gräfin Mariza”, die am Donnerstag, 29. Dezember, 20 Uhr, als Veranstaltung der Kulturgemeinde in der Stadthalle Alsdorf zu sehen ist.

Ausführende sind Mitglieder des Rheinischen Operettentheaters. Das Rheinische Kammerorchester, unterstützt von Ballett, Chor und großem Orchester, entführt in eine längst vergangene Zeit, die durch Komponisten wie Kálmán dennoch unsterblich bleibt. Dem in Siofok am Plattensee stammende Emmerich Kálmán (1882-1953) gelang 1915 mit der „Csárdásfürstin” der Durchbruch: Mit einem Schlag gehörte er zur Elite der legendären Wiener Operettenkomponisten.

1924 wurde „Gräfin Mariza” ein weiterer Erfolg. Uraufgeführt im Theater an der Wien, wurde das Stück vom Publikum begeistert aufgenommen. Es ist von Verwechslungen und komischen Missverständnissen nur so durchzogen.

„Gräfin Mariza” lebt vom Schwung ungarischer Rhythmen und Melodien, untermalt mit Humor und dem sprichwörtlichen Wiener Charme und Vitalität. Kálmán verstärkt die musikalische Atmosphäre seines Heimatlandes, die er wie kein Zweiter hervorzuzaubern versteht, noch durch den Einsatz einer Zigeunerkapelle.

Arien wie „Komm Zigan”, die Duette „Komm mit nach Varasdin” und „Ich möchte träumen von dir mein Putzikam” und das Walzerlied „Grüß mir die reizenden Frauen in Wien” haben „Gräfin Mariza” zu einer der meistgespielten Operetten der Bühnengeschichte gemacht.