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Aachen/Kiew: Wirbel um Beutekunst

Aachen/Kiew : Wirbel um Beutekunst

Eine unglaubliche Nachricht erreichte unsere Zeitung per E-Mail aus Kiew: Der seit 2001 in der Ukraine lebende deutsche Historiker und Kenner der Kulturgeschichte Osteuropas Mario David Netter (38) behauptet, das Suermondt-Ludwig-Museum wisse seit 2004, dass er und ein Dr. Sergej Kot die Aachener „Beutekunst” in Simferopol katalogisieren.

Nicht nur das: Das Museum unterstütze die Arbeit und finanziere sie sogar mit. Museum und Kulturdezernenten bestreiten das vehement.

Allerdings habe es 2004 tatsächlich in Aachen ein Treffen mit dem ukrainischen „Beutekunst-Spezialisten” Dr. Kot gegeben, der eine Liste mit verschollenen Aachener Gemälden bei sich hatte. Kot aber soll sich als nicht serös genug erwiesen haben, um ihm einen Auftrag zu erteilen, nach weiteren Bildern zu suchen.

Die Beantwortung weiterer Fragen unserer Zeitung zu dem Vorgang lehnte der Mann aus Kiew ab mit dem Hinweis „Herr Kot könnte in der Ukraine in Schwierigkeiten geraten”.